SBMS100, NextGeneration of Solar BMS, Crowdfunding gestartet

Soeben ist auf Kickstarter eine Crowdfunding-Kampagne für die nächste Generation des Solar BMS mit der Bezeichnung SBMS100 gestartet.

acde01d8aa0060d685659a9afc2ed71b_original(c) Dacian Todea

SBMS100 Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter

Es handelt sich dabei um ein verbessertes und leistungsstärkeres Nachfolgemodell, des im letzten Jahr bereits erfolgreich ge-crowd-fundeten SBMS4080, von Electrodacus, aka Dacian Todea.

Die neue Version wird bis mit bis zu 3KWp-Solarpanels ( ~ 120A) etwa dreimal soviel wie das SBMS4080 handlen können. Bei dieser Größenordnung wäre eine LiFePo4-Speicherbank mit einer Kapazität bis zu 7.2 KWh, d.h., Zellen mit bis zu 300Ah passend und ausreichend um einen kleinen Haushalt mit Solarstrom zu versorgen.

Als BMS-Chip wird weiterhin der ISL94203 seine Dienste tun, allerdings wird für die Stromessung nicht mehr dessen interner ADC benutzt sondern ein externer 24-Bit ADC mit einer wesentlich feineren Messauflösung, d.h., genauer gesagt kommen derer gleich 3 Stück zum Einsatz. Da somit eine größere Anzahl von Input-Ports zur Strom-Messung verfügbar sind, werden einige davon auf dem Extension-Port nach aussen geführt und können vom User für eigene Zwecke bzw. für etwaige spätere AddOn-Module / Hardware-Erweiterungen genutzt werden.

Ein größeres und farbiges Display ist eine weitere Neuerung und ermöglicht eine ergonomische Verbesserung des User-Interfaces.

Der Preis des SBMS100 liegt bei ca. 280,- EUR, ohne Zoll und Einfuhr-Steuer und ist damit deutlich höher als beim SBMS4080, aber dafür hat man ja auch eine Verdreifachung der Leistung. Ansonsten gibts aber jetzt auch noch eine Staffelung in Form einer Modellreihe in niedrigeren Leistungsabstufungen und zu einem niedrigeren Preis.

Die Fertigstellung und Auslieferung ist für Oktober 2014 angekündigt.

Ich selbst bin ja seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines SBMS4080 und bin gerade dabei, dieses zu testen. Da bislang Winter war und es noch nicht viel Sonne gab geht das jetzt erst so richtig los und ich kann demzufolge noch keine Langzeiterfahrungen berichten.

Aber was meine Erfahrungen bis hierher und überhaupt die ganzen Projekt-Features (z.B. OpenHardware) angeht, so bin ich bereits so hunderprozentigh von der Sache überzeugt das ich auch für das neue SBMS100 optieren bzw. dieses backen werde und mich schon auf die neue Version freue.

Ich befasse mich gerade ohnehin mit verschiedenen Möglichkeiten zur Visualisierung von SBMS-Daten und Monitoring von den ablaufenden Lade- und Entladeprozessen. Die dabei verwendeten und erstellten Tools lassen sich dann später natürlich auchbeim neuen SBMS100 einsetzen.

Ich werde darüber demnächst nochmal in einem gesonderten Blog-Eintrag berichten, aber hier vorab schon mal ein Sample-Bild.

sbms4h_balance

Darauf zu sehen ist die Einzelzellüberwachung, welche die Spannung von 4 Zellen misst, während ein Entladevorgang stattfindet.

Man kann auf dem Bild sehr schön den Low-Voltage-CutOff (LVC), also zu deutsch den Unterspannungsschutz, sehen: Sobald eine von den Zellen so gegen 2:40 Uhr einen Tiefstand von knapp 3V erreicht hat, schaltete der Entlade-Mosfet den Verbraucher ab, und anschliessend erholten sich die Zellen wieder etwas um sich auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren.

Dieser Schwellwert von 3V ist nicht fest implementiert, sondern kann vom User im Systemmenu voreingestellt werden auf einen Wert nach eignen Wünschen, was das System sehr flexibel und vielseitig macht. Na, soviel erstmal dazu. 😉

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Zukunftsgeräte für Zugpferde und Gemüseanbau

Klaus Strüber, Bio-Landwirt und Maschinenbauer auf dem Hof Hollergraben, forscht seit 8 Jahren ob es sich lohnt Pferde in der Landwirtschaft einzusetzen. Die Ergebnisse:

Pferde können hoch effizient Energie aus regionaler Pflanzenmasse erzeugen. Außerdem verbessern sich schnell wichtige Grundfunktionen von Böden unter Pferdebewirtschaftung und dadurch steigen auch die Erträge. Das Arbeiten mit Zugpferden in einer Gärtnerei ist von einer wundervollen Atmosphäre geprägt. Sogar das Gemüse reagiert darauf in seiner chemischen Zusammensetzung.

In 2014 sollen zwei Open Source Geräteprototypen entwickelt werden:

  • Der Pferdegrubber “Eco Flow” um ein feines Saatbett für den Gemüsebau vorzubereiten. “Auf lehmigen und tonigen Böden ist das nicht immer ganz einfach zu erreichen mit den klassischen Zugpferdegeräten wie z.B. der Egge. Der Boden bleibt oft grobschollig. Deshalb wollen wir ein neues Gerät bauen, den Eco Flow. Dabei soll eine bisher noch nicht erprobte Kombination einer modernen Walze mit bewährten Bauteilen geplant und konstruiert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann der Eco Flow ein so feines Saatbett schaffen, wie es die klassischen Geräte nicht erreichen können.”
  • Der Zwiebelleger für den Anbau von Speisezwiebeln. Die Herausforderung: “kleine Gemüsegärtnereien wie der Hollergraben machen das in Handarbeit mit entsprechenden hohen Lohnkosten. Für den großflächigen Zwiebelanbau gibt es Maschinen, deren Anschaffungskosten aber für kleine Betriebe zu hoch sind. Was fehlt, ist ein kleines Gerät, das preiswert ist und trotzdem Lohnkosten spart. Die Lösung: Der Zwiebelleger. Er soll bequem von einem Mensch geschoben werden können und dabei schonend und schnell Zwiebeln stecken.”

Sie können den Bau der Geräte und die Open Source Baupläne bei startnext.de unterstützen!

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Carla Cargo Lastenfahrradanhänger

Markus Bergmann, Lamy und Dirk aus Freiburg arbeiten an einem Open Source Lastenfahrradanhänger, mit dem man 50-150 kg Gemüse und andere Waren transportieren kann. Das Projekt ist genau im Sinne von Open Source Ecology und auf startnext.de zu unterstützen.

Die Roadmap sieht folgendermaßen aus:

  • Bis mitte Februar, Geld und Sponsoren organisieren, Crowdfunding, parallel 3D CAD Konstruktionen weiter voran treiben.
  • Ab Februar Bau des Hängers (stressfrei 3 – 4 monate Bauphase)
  • Dann evtl. auch als Prototyp in der Gartencoop einsetzen -> wertvolles feedback
  • Ende Sommer, Herbst dokumentieren, Videos und Fotos machen und Herbst in die verschiedenen Platformen packen.

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Fundraising: Open Source Bodenfuttertopf und Frischsaft-Handpresse

Unsere Freunde von der Zeitschrift OYA und Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl von der TU Hamburg haben ein Fundraising für Open Source Bodenfuttertopf und Saftpresse gestartet:

http://www.startnext.de/bodenfuttertopf-und-saftpresse

Bodenfuttertopf

Frischer Küchenabfall und Grünschnitt werden kleingehäckselt und später abgesiebt, so dass sich das Feste vom Flüssigen trennt. Die Flüssigkeit kann unmittelbar als Dünger gegossen werden oder mit einer Bakterienmischung versetzt werden, die sich mittels Heuaufguss auf einfache Weise selbst herstellen lässt. So entsteht eine nahrhafte Jauche, die verdünnt gegossen werden kann. Der trockene Anteil kann direkt in den Boden eingebracht werden und »füttert« ihn unmittelbar. Milliarden lebendiger Bakterien geraten so in den Boden und düngen ihn. Das Gerät soll mit Muskelkraft ohne Strom funktionieren. Erfunden hat sein Prinzip der Permakultur-Pionier Herwig Pommeresche, der in Norwegen aus kargem Boden hochfruchtbare Erde gemacht hat. Schaut Euch “Terra Preta Sanitation – 6. Highly productive organic farming” an.

Frischsaft-Handpresse

Frisch gepresster, naturtrüber Saft von selbstgesammelten Äpfeln, Birnen, Trauben oder Beeren – sei es aus dem eigenen Garten oder von einer der zahllosen auf www.mundraub.org veröffentlichten Fundstellen – ist ein Lebenselixier. Einmal kurz erhitzt, lässt er sich für den Wintervorrat haltbar machen. Als Alternative zum Dampfentsafter wird eine mit leichter Muskelkraft betriebene Saftpresse entwickelt, die das Obst zerkleinert, in einen Presssack gibt und über ein Gewinde auspresst.

Sie können diese tolle Projekte in startnext.de unterstützen.

Wir würden uns sehr freuen wenn mehrere Menschen sich mit Open Source Gartenbau und Tera Pretta beschäftigen. Es gibt schon Transition, Urban Gardening und CSA-Initiativen, die Zugang zu offenem Wissen über verschiedene Werkzeuge brauchen. Urs von CSA Witzenhausen hat schon angefangen gewünschte Handarbeitsgeräte im Wiki zu dokumentieren. Wir glauben, dass wir alle mit besserer Organisation und Vernetzung noch viel in dem Bereich tun können.

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