Besuch im Ökodorf Sieben Linden

Vor ein paar Tagen hab ich einen Freund besucht, der im Ökodorf Siebenlinden lebt und gerade Vater geworden ist. Meinem Eindruck nach eine perfekte Kombination … es muss sehr schön sein für ein Kind, in Sieben Linden aufzuwachsen, der ganze Ort strahlt eine ruhige und gesunde Kraft aus sowie eine große Nähe zur Natur.

Sieben Linden ist ein sehr erfolgreiches Ökodorf-Projekt das schon weit über 15 Jahre existiert und weiterhin wächst. Im Moment gibt es dort rund 140 Einwohner, die durch ihre Lebensweise in Bezug auf Nahrungs- und Energie-Versorgung (wenn auch nicht vollständig, so aber doch) zu einem sehr hohen Prozentsatz autark sind, mit zunehmender Tendenz.

Waldkindergarten

Waldkindergarten, (c) laif-Agentur

Es gibt dort sogar einen eigenen Waldkindergarten, der mich an meine Zivildienst-Zeit in einem alternativen Kinderladen erinnerte 😉 Der Waldkindergarten wird übrigens auch von Kindern von ausserhalb besucht. Auch für Jugendliche gibt es dort einen eigenen Bereich mit einem Haus mit einem charmanten überdachten Aussen-Wohnzimmer. Nicht weit davon ist ein Bereich für FÖJler mit mehreren gut ausgebauten Wohn-Bauwägen.

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OSEG: DoroDango Workshop im OpenEcoLab Rahden

Letzte Woche trafen sich Achmed, Timm und ich (Oliver) im OpenEcoLab Rahden zu einem Orientierungs- und Brainstorming-Meeting, welches wir in Form eines DoroDango-Workshops abhielten.

Das Ganze kann verstanden werden, als eine Art bewusstem Gegen-Entwurf zu den sogenannten “Design Sprints”. Die Idee bei jenen ist, durch höchst konzentrierte Zusammenarbeit einer größeren Anzahl von möglichst high-skilled Teilnehmern in der gegebenen kurzen Zeit einen größtmöglichsten Progress in aktuellen Konstruktions- und Designs-Prozessen zu erzielen.

Bei unserem DoroDango-Workshop haben wir aber quasi dieses Pferd ganz gezielt von hinten aufgezäumt. Bei einem vorangegangenen Meeting rund 1 Jahr zuvor war die Erfahrung, das es zwar ein tolles Treffen war, aber insgesamt schien die Zeit viel zu kurz (trotzdem wir auch die Nächte halb durchgemacht hatten) um alles was wir uns vorgenommen hatten zu zeigen, zu besprechen und weitere Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Anders gesagt, es war zwar schön … aber auch stressig.

Das sollte diesmal grundlegend anders werden.

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SBMS100, NextGeneration of Solar BMS, Crowdfunding gestartet

Soeben ist auf Kickstarter eine Crowdfunding-Kampagne für die nächste Generation des Solar BMS mit der Bezeichnung SBMS100 gestartet.

acde01d8aa0060d685659a9afc2ed71b_original(c) Dacian Todea

SBMS100 Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter

Es handelt sich dabei um ein verbessertes und leistungsstärkeres Nachfolgemodell, des im letzten Jahr bereits erfolgreich ge-crowd-fundeten SBMS4080, von Electrodacus, aka Dacian Todea.

Die neue Version wird bis mit bis zu 3KWp-Solarpanels ( ~ 120A) etwa dreimal soviel wie das SBMS4080 handlen können. Bei dieser Größenordnung wäre eine LiFePo4-Speicherbank mit einer Kapazität bis zu 7.2 KWh, d.h., Zellen mit bis zu 300Ah passend und ausreichend um einen kleinen Haushalt mit Solarstrom zu versorgen.

Als BMS-Chip wird weiterhin der ISL94203 seine Dienste tun, allerdings wird für die Stromessung nicht mehr dessen interner ADC benutzt sondern ein externer 24-Bit ADC mit einer wesentlich feineren Messauflösung, d.h., genauer gesagt kommen derer gleich 3 Stück zum Einsatz. Da somit eine größere Anzahl von Input-Ports zur Strom-Messung verfügbar sind, werden einige davon auf dem Extension-Port nach aussen geführt und können vom User für eigene Zwecke bzw. für etwaige spätere AddOn-Module / Hardware-Erweiterungen genutzt werden.

Ein größeres und farbiges Display ist eine weitere Neuerung und ermöglicht eine ergonomische Verbesserung des User-Interfaces.

Der Preis des SBMS100 liegt bei ca. 280,- EUR, ohne Zoll und Einfuhr-Steuer und ist damit deutlich höher als beim SBMS4080, aber dafür hat man ja auch eine Verdreifachung der Leistung. Ansonsten gibts aber jetzt auch noch eine Staffelung in Form einer Modellreihe in niedrigeren Leistungsabstufungen und zu einem niedrigeren Preis.

Die Fertigstellung und Auslieferung ist für Oktober 2014 angekündigt.

Ich selbst bin ja seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines SBMS4080 und bin gerade dabei, dieses zu testen. Da bislang Winter war und es noch nicht viel Sonne gab geht das jetzt erst so richtig los und ich kann demzufolge noch keine Langzeiterfahrungen berichten.

Aber was meine Erfahrungen bis hierher und überhaupt die ganzen Projekt-Features (z.B. OpenHardware) angeht, so bin ich bereits so hunderprozentigh von der Sache überzeugt das ich auch für das neue SBMS100 optieren bzw. dieses backen werde und mich schon auf die neue Version freue.

Ich befasse mich gerade ohnehin mit verschiedenen Möglichkeiten zur Visualisierung von SBMS-Daten und Monitoring von den ablaufenden Lade- und Entladeprozessen. Die dabei verwendeten und erstellten Tools lassen sich dann später natürlich auchbeim neuen SBMS100 einsetzen.

Ich werde darüber demnächst nochmal in einem gesonderten Blog-Eintrag berichten, aber hier vorab schon mal ein Sample-Bild.

sbms4h_balance

Darauf zu sehen ist die Einzelzellüberwachung, welche die Spannung von 4 Zellen misst, während ein Entladevorgang stattfindet.

Man kann auf dem Bild sehr schön den Low-Voltage-CutOff (LVC), also zu deutsch den Unterspannungsschutz, sehen: Sobald eine von den Zellen so gegen 2:40 Uhr einen Tiefstand von knapp 3V erreicht hat, schaltete der Entlade-Mosfet den Verbraucher ab, und anschliessend erholten sich die Zellen wieder etwas um sich auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren.

Dieser Schwellwert von 3V ist nicht fest implementiert, sondern kann vom User im Systemmenu voreingestellt werden auf einen Wert nach eignen Wünschen, was das System sehr flexibel und vielseitig macht. Na, soviel erstmal dazu. 😉

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Wir bauen ein Lastenrad – OSEG Berlin

Hier die Neuigkeiten der Berliner Projektgruppe:

Wir haben uns entschieden einen 3-Rad-Vorderlader für das Netzwerk Lebensmittelretten.de (foodsharing) zu bauen.
Wir treffen uns regelmäßig und sind schon eine Gruppe mit einem festen Kern aus 6-10 Leuten und weiteren Interessierten. Wer mitmachen möchte kann immer gerne dazukommen!
Hier kann man sich in die MAILINGLISTE eintragen, dort gibt es Termine, Neuigkeiten usw.: Verteiler.

• Technisches:
Wir werden nach diesem Modell vorgehen und dieses anpassen: Bauanleitung.
In der Schüler-Fahrrad-Werkstatt werden wir das Rad bauen, wir haben dort ein WIG-Schweißgerät und sind schon am Üben.

• Kommunikation:
Wir werden uns zwischen Erpal und Co-munity entscheiden. Vielleicht ist das auch etwas für die Kölner?

Erpal ist ein high-end Project Management Tool, das so ziemlich alle Features hat, die einem nur irgendwie in den Kopf kommen, man kann es jedoch auch schlicht und einfach auf die notwendigen Funktionen beschränken. Man müsste es noch auf unserem Server installieren, aber wir haben die notwendigen Kapazitäten, die sich dafür bereit erklären, falls es von der Gruppe gewollt ist.
http://www.erpal.info/

co-munity ist ein etwas einfacher gehaltenes “social network for exchange and collaboration between movements, initiatives and research on degrowth, transition and agroecology.” Es hat alle Funktionen, die wir benötigen, ist einfach, übersichtlich und natürlich open source. Es wäre sofort (nach Anmeldung und Prüfung ähnlich wie bei riseup.net) einsetzbar und wir hätten die Option, die neue Version später auf unserm Server zu installiern.
http://co-munity.net/
bzw. der Nachfolger davon
http://openatrium.com/

• Dokumentation:
Wir möchten ein Team bilden, welches den Bauplan, aber auch den Prozess dokumentiert. Im Optimalfall werden wir dabei verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Z.B. können wir dabei den Showcase von knowable.org nutzen.

Wir suchen noch liebe Mitmenschen, die sich gerne in folgenden Bereichen einbringen wollen:
– Bau des Lastenrades selbst
– kümmern um Teaminternes und Pflegen des Kommunikationstools
– Dokumentation, also Fotografieren und Filmen und dann ggf. Zusammenschneiden, Seiten/Anleitungen erstellen
– um Öffentlichkeitsarbeit/PR kümmern

Außerdem haben wir als positiven Nebeneffekt einen Platz auf dem Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor in Tempelhof ermöglicht bekommen!

Weitere Projekte sind in Planung (Geodome, Windturbine, etc.), Priorität liegt für dieses Jahr jedoch auf der Fertigstellung des 3Rad-Vorderladers.

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