Wir stellen ein – Referat Öffentlichkeit und Vereinsarbeit

Nach einem langen Vorbereitungsprozess, erfolgreicher Gemeinnützigkeitserlangung und einem intensiven Strategietreffen 2017 für den Verein, beginnen wir 2018 mit unserer offiziellen Arbeit in den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Bildung/Ausbildung.

In diesem Jahr starten wir mit einigen Hauptprojekten und dem Aufbau unserer Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen und weiteren Standortmaßnahmen. Zu diesem Zweck möchten wir den ehrenamtlichen Vereinsvorstand mit einer tatkräftigen, bezahlten Stelle unterstützen. Bereich: Referat Öffentlichkeit und Vereinsarbeit

Die genaue Stellenbeschreibung kann dem Beiblatt (PDF) entnommen werden.

Wir freuen uns auf mutige Bewerbungsschreiben.

(Einstellung noch im Februar)

 

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OSE Germany – auf der MakerFaire 2017 in Hannover

Dieses Jahr waren wir nunmehr zum 5. mal auf der MakerFaire in Hannover. Dabei wurden als Neuheiten erstmals das LibreSolar Projekt, die neue CNC TorchTable Höhensteuerung, der OSE 3D-Drucker D3D und die neue UniProKit V.2 Version vorgestellt.

 

OSE Logo und oben rechts die TempCTRL

OSE Logo und oben rechts die TempCTRL

Natürlich hatten wir auch einige der älteren Projekte mit dabei, wie etwa das DIY-Laptop, die Temperatursteuerung TempCTRL, eine frühe Solarbox Version und natürlich auch wieder den Kammwebstuhl OHLOOM – der sich stets einer besonders großen Beliebtheit beim Publikum erfreut. Achja, und meinen neuen Anet A8 hatte ich natürlich auch dabei, endlich ein 3D-Drucker, den ich gut transportieren kann.

Einmal hatte ich vier ca. 12- bis 14-jährige Jungs am Stand, die sich voll für den Webstuhl begeisterten und dafür sogar den Pi-Top Stand direkt neben uns ignorierten, an welchem man auf den ganzen Pi-Tops Computerspiele zocken konnte. Die Vier hatten unschwer erkennbar einen Migrations-Hintergrund und ich hatte so das Gefühl, dass ihnen zwischen all dem ganzen High-Tech Geraffel der Webstuhl als etwas Vertrautes vorkam, was sie wohl aus ihrer Heimat kannten. Tatsächlich erzählte der eine dann, auf so etwas hätte er sieben Jahre lang Teppiche gewebt.

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Auch diesmal wurde von den Besuchern eine komplette Bahn (ca. 1.20m) voll-gewebt. Rechts im Bild die Bahn, die auf der MakerFaire 2016 gewebt wurde.

Der Webstuhl ist eine Mitmach Attraktion zum selber-ausprobieren und bietet gleichzeitig einen guten Anknüpfungspunkt um über Upcyling und Plastikmüll zu sprechen.

Der Webstuhl ist eine Mitmach Attraktion zum selber-ausprobieren und bietet gleichzeitig einen guten Anknüpfungspunkt um über Upcyling und Plastikmüll zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

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Das LibreSolar BMS48V mit Switch-N-Sense.

Außer Dennis, Michel und mir (Oliver) waren auch noch Djahval und Toulasi von der cos(h)-Arbeitsgruppe der HAW/HOOU mit dabei und haben das LibreSolar-Projekt vorgestellt, namentlich das BMS48V und das neue BMS5s mit 12V von Martin sowie dessen MPPT20A PowerPointTracking-Laderegler mit 20 Ampere.

 

Toulasi, Djahval und Michel

Toulasi, Djahval und Michel. Rechts unten im Bild ist auch die neueste Version vom LibreSolar BMS5s (für 12V) zu sehen

 

BMS5s (12V) mit integriertem Switch-N-Sense. Die kleinen Lithium-Akkus dienen vor allem zu Demo-Zwecken, man kann hier aber auch noch wesentlich dickere mit bis zu 60AH dranhängen.

BMS5s (12V) mit integriertem Switch-N-Sense. Die kleinen Lithium-Akkus dienen vor allem zu Demo-Zwecken, man kann hier aber auch noch wesentlich dickere mit bis zu 60AH dranhängen.

Hier nochmal ein closeup vom LibreSolar BMS5s (12V) und vom MPPT20A. Mit beiden zusammen kann man eine komplette Solaranlage bis 400 Wp mit PowerPoint-Tracking betreiben. Mit einem etwas anderen Laderegler mit mehr als 20A auch eine bis über 1KWp. Damit ist die Anwendung geeignet als Solarspeicher für eine Haus-Photovoltaik-Anlage auf Basis von LiFePO4-Akkus und mit integriertem Energie-Management-System und Balancing (BMS) (!!!).

MPPT20A - ein Solar-Laderegler mit Maximum-Powerpoint-Tracking (bringt bis zu 30% mehr Ertrag !) für SOlarpanels bis 20 A

MPPT20A: ein SolarLaderegler mit Maximum-Powerpoint-Tracking (bringt bis zu 30% mehr Ertrag!) für Solarpanels bis 20 A

Eigentlich wollte ich auch den neuen OSE 3D-Drucker D3D vorstellen, aber da mir im Vorfeld die Zeit fehlte, um diesen komplett fertig zu machen, habe ich einen Tag vor der Messe noch das TorchHeightCTRL-V.02 in den D3D-Rahmen als neues Test-Rig integriert. Ich musste das ganze Teil etwas schmaler machen um es überhaupt ins Auto zu bekommen, aber dank dem Umstand, dass es komplett aus Teilen des UniProKit Baukastenssystems besteht kein Problem, ich hab einfach die Querstreben gegen Kürzere ausgetauscht. Wenn das TorchHeightCTRL fertig ist, werde ich wieder die Langen einsetzen und daraus einen D3D bauen, mit einem Druckvolumen von jeweils 30cm Kantenlänge. Dazu muss ich im Grunde nur noch das Interieur wie Steppermotoren, Extruder und Heatbed einbauen. Als Test-Rig für das TorchCTRL war es aber auch so ok und man konnte daran zumindest auch schon mal erkennen, wie der D3D gestaltet ist: nämlich vollständig auf Basis vom UniProKit (wodurch er sich im Rahmen etwas vom US-Original unterscheidet, aber das ist sozusagen die metrische Version von OSEG).

Gar manche Tech-Freaks unter den Besuchern fragten berechtigterweise, was es mit diesem seltsamen 3D-Drucker denn wohl auf sich habe, worauf wir von unserer Zusammenarbeit mit OSE-US berichteten.

D3D/TorchHeightCTRL_V.02-Hybrid ;)

CNC TorchTable Höhensteuerung im D3D-Rahmen

CNC TorchTable Höhensteuerung im D3D-Rahmen

Die Universal-Achsen sind mittlerweile regulärer Bestandteil vom UniProKit Lineartrieb Set und lassen schon den künftigen 3D-Drucker gut erkennen.

Auch wenns vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz so deutlich erkennbar ist, hat sich am UniProKit seit dem letzten mal sehr viel getan, es gibt davon inzwischen offiziell die neue Version V2, deren wichtigstes Feature eine neue einheitliche Lochgröße von M6 ist. Durch diese Maßnahme wurde das ganze System weeesentlich „stromlinienförmiger“, z.B. kann man jetzt im wesentlichen mit 4 verschiedenen M6er Schraubenlängen alle wichtigen Verbindungsarten durchführen, sowohl der T-Slot Teile untereinander, als auch in Kombination mit den L- und den Flach-Profilen. Auch alle Plastik-Teile wie etwa vom Frame-Set sind darauf optimiert und lassen sich damit befestigen oder z.B. auch sämtliche Lineartriebe damit zusammensetzen.Als Folge kann man so was wie den D3D-Rahmen bzw. das gezeigte TorchCTRL Test-Rig mit nur einem einzigen Werkzeug, nämlich einem Inbus-Schlüssel komplett zusammensetzen oder zerlegen. Hinzu kommt noch der Vorteil des 20mm-Rasters, was dazu führt, dass sich beim Probieren und Konstruieren auf fast magische Weise alle Teile nahtlos aneinander fügen und sich die Konstruktion dadurch quasi wie von selbst ergibt. Ist etwas schwer zu erklären, das muss man einfach mal selbst ausprobiert haben. Aber genau dazu hatten die Besucher auf der Messe ja auch die Möglichkeit und waren herzlich dazu eingeladen, beliebige Stücke zusammen zu schrauben und Verbindungsarten auszuprobieren, was das Verständnis für die Vorzüge des UniProKits deutlich verschärfte, so dass wir wieder viele Anfragen bekamen, wo das Ganze denn nun zu kaufen wäre.

Das UniProKit läd ein zum ausprobieren und dranrumschrauben.

Das UniProKit läd ein zum ausprobieren und dranrumschrauben.

UniProKit V2.

UniProKit V2.

Tatsächlich haben Dennis und ich in letzter Zeit hart daran gearbeitet , die UniProKit-Teilen in größeren Stückzahlen anzufertigen, wir sind zwar noch nicht ganz durch damit, aber zumindest waren die Teile-Kisten diesmal so gut gefüllt wie noch nie, was sicherlich auch zu einem guten Eindruck beitrug.

Bei der Zink-Luft Zelle haben wir dieses Jahr erstmals nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch den Wiederaufladungsvorgang durch einen einfachen elektro-galvanischen Prozess demonstriert. Dies würde normalerweise mittels (zu speichernder) erneuerbarer Energien geschehen, wie etwa überschüssigem Photovoltaik-Strom im Sommer, aber jetzt für die Messe-Vorführung habe ich dazu mein neues Labor-Netzteil zum Einsatz gebracht.Für den Vorgang an sich ist es natürlich unerheblich, aus welcher Energiequelle der Strom letztlich stammt, aber in der ökonomischen Gesamtbetrachtung ergibt sich hier die Möglichkeit, (beliebig) große Mengen an Energie in einer harmlosen (= nicht brennbaren), lagerfähigen und platzsparenden Form saisonal (d.h. für beliebig lange Zeiträume) zu speichern und damit etwa vom Sommer mit in den Winter nehmen zu können, wo der Strom (bzw. das regenerierte Zink als Brennstoff) mangels ausreichender Sonneneinstrahlung dringend benötigt wird.

Dadurch, dass wir nunmehr sowohl die Hin- als auch die Rück-Reaktion experimentell zeigen, erreichen wir didaktisch ein deutlich besseres Verständnis dieses ökonomischen Aspektes beim Publikum.

Zink-Luft-Zelle: Zink wird "verbrannt", d.h., oxidiert. Dabei wird Strom erzeugt.

Zink-Luft-Zelle: Zink wird „verbrannt“, d.h., oxidiert. Dabei wird Strom erzeugt.

Dabei entsteht Zinkoxid, welches in wässriger Lösung (hier KOH-Elektrolyt) löslich ist und sobald diese gesättigt ist als weissliches Pulver ausgefällt wird.

Dabei entsteht Zinkoxid, welches in wässriger Lösung (hier KOH-Elektrolyt) löslich ist und sobald diese gesättigt ist als weissliches Pulver ausgefällt wird.

Mittels erneuerbarer Energien, hier simuliert durch ein Labor-Netzteil, wird durch hinzufügen von Strom und unter Abgabe von Sauerstoff das Zinkoxid wieder zu Zink regeneriert, was den Kreislauf schliesst und einem Wiederaufladungsvorgang entspricht.

Mittels erneuerbarer Energien, hier simuliert durch ein Labor-Netzteil, wird durch hinzufügen von Strom und unter Abgabe von Sauerstoff das Zinkoxid wieder zu Zink regeneriert, was den Kreislauf schließt und einem Wiederaufladungsvorgang entspricht.

Alles Zinkoxid wurde umgewandelt zu Zink, welches sich an der Kathode als dicker Zinkschwamm angelagert hat.

Alles Zinkoxid wurde umgewandelt zu Zink, welches sich an der Kathode als dicker Zinkschwamm angelagert hat. Dadurch wurde der Elektrolyt ebenfalls regeneriert und die Flüssigkeit ist nun wieder völlig klar.

Impressionen

Der Pi-Top ist auch so eine Art von DIY-Laptop.

Der Pi-Top ist auch so eine Art von DIY-Laptop.

Hier noch ein paar Impressionen, was es auf der MakerFaire sonst noch so gab: Nebenan wie gesagt der Pi-Top Stand, der von Kindern aller Altersgruppen besonders gut frequentiert wurde.

 

 

 

No.5 lebt ;)

No.5 lebt 😉

Natürlich gab es auch wieder jede Menge Roboter aller Art.

 

 

 

 

 

Musikalische Marble-Maschine

Musikalische Marble-Maschine

Diese Marble-Maschine erinnerte mich ein bisschen an das Projekt
Wintergatan, eines der coolsten Maker-Projekte schlechthin. Oder sagen wir mal, einen rudimentären Vorläufer davon. 😉

 

 

 

Diesen Gobelin würd ich mir ja auch noch an die Wand hängen.

Diesen Gobelin würd ich mir ja auch noch an die Wand hängen.

Ein anderes künstlerisches Projekt befasst sich mit dem sammeln und „tunen“ von alten Gobelins.

 

 

 

 

 

Makeblock

Makeblock

Makeblock, ein kommerzielles Baukasten-System.

 

 

 

 

 

EggStruder

EggStruder

Ein Filament-Extruder, der mit Plastik-Granulat gefüttert wird. Also sowas Ähnliches wie der Lymann-Filament extruder, der gerade bei OSE-US gebaut wird.

 

 

 

Eine Gruppe war da, die sich ausschließlich mit dem Bau möglichst originalgetreuer R2D2s beschäftigt, sowie seinen näheren Verwandten.


 

Wer mich kennt, der weiß dass ich einen Faible für Dinge und speziell für Mechaniken aus Holz habe. Echte Männer machen so was aus Holz, 3D-drucken ist nur was für Weicheier 😉

Cool woodworking stuff: Holz-Gewinde und Holz-Zahnräder

Cool woodworking stuff: Holz-Gewinde und Holz-Zahnräder

Ein Bagger mit Mechaniken aus Holz

Ein Bagger mit Mechaniken aus Holz

 

 

 

 

 

 

 

Robot-Arm

Mantis Robot-Arm

Wobei, es gibt auch Ausnahmen. Wie zB. diese Roboter-Arme, von Andreas Hölldorfer von
chaozlabs.de, der ziemlich coole Projekte macht und mir ein paar gute Tipps zum drucken mit ABS gab. Wer solche Teile baut, der weiß wie man aus diesem Material auch noch das Letzte an Stabilität beim Drucken herausholt !

Gelenk vom Roboterarm

Gelenk vom Roboterarm

Roboter-Arm

Roboter-Arm

 

 

Manche Projekte sind ziemlich groß, so wie diese Tauchkugel, oder auch der Hexapode, der im Außenbereich rumstiefelte. Wer braucht schon Burning Man, wenn man auch MakerFaire haben kann 😉

Eine Tauchkugel

Eine Tauchkugel

Ein Hexapod namens "Mantis"

Ein Hexapod der zufällig auch „Mantis“ heißt.

Dieses Jahr waren (zumindest gefühlt) mehr CosPlayer zu sehen als sonst. Ein CosPlayer der ersten Stunde aber ist Rudolf Arnold. Der war bislang auf jeder MakerFaire mit dabei, zumindest auf allen wo ich auch teilnahm.

Cosplayer Rudolf Arnold. Die Flügel des Kostüms können auch eingeklappt werden.

Cosplayer Rudolf Arnold. Die Flügel des Kostüms können auch eingeklappt werden.

Überhaupt trifft man mit den Jahren immer mehr Bekannte auf der MakerFaire, ist halt alles wie eine große Familie. Und so schließe ich nun diesen Bericht ab, mit dem Motto: „Make it hart, aber fair“.

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Besuch im Ökodorf Sieben Linden

Vor ein paar Tagen hab ich einen Freund besucht, der im Ökodorf Siebenlinden lebt und gerade Vater geworden ist. Meinem Eindruck nach eine perfekte Kombination … es muss sehr schön sein für ein Kind, in Sieben Linden aufzuwachsen, der ganze Ort strahlt eine ruhige und gesunde Kraft aus sowie eine große Nähe zur Natur.

Sieben Linden ist ein sehr erfolgreiches Ökodorf-Projekt das schon weit über 15 Jahre existiert und weiterhin wächst. Im Moment gibt es dort rund 140 Einwohner, die durch ihre Lebensweise in Bezug auf Nahrungs- und Energie-Versorgung (wenn auch nicht vollständig, so aber doch) zu einem sehr hohen Prozentsatz autark sind, mit zunehmender Tendenz.

Waldkindergarten

Waldkindergarten, (c) laif-Agentur

Es gibt dort sogar einen eigenen Waldkindergarten, der mich an meine Zivildienst-Zeit in einem alternativen Kinderladen erinnerte 😉 Der Waldkindergarten wird übrigens auch von Kindern von ausserhalb besucht. Auch für Jugendliche gibt es dort einen eigenen Bereich mit einem Haus mit einem charmanten überdachten Aussen-Wohnzimmer. Nicht weit davon ist ein Bereich für FÖJler mit mehreren gut ausgebauten Wohn-Bauwägen.

Letztere sind in Sieben Linden eine beliebte Standard-Wohnform, die recht gut für Einzelpersonen geeignet ist, es gibt aber auch große Lehmwohnhäuser die für eine ganze Hausgemeinschaft ausgelegt sind.

Beide werden von den Bewohnern selbst bzw. vom dorfeigenen Handwerks-Betrieb gebaut und unter ökologischen Gesichtspunkten hoch optimiert.

Tischlerei / Zimmerei

Tischlerei / Zimmerei

Durch die langjährigen Erfahrungen (pro Jahr wird ca. ein neues Haus dazu gebaut) haben es die Sieben-Lindener zu einer sehr hohen Expertise im Bau von Strohballen-Lehm-Häusern gebracht; immerhin wurde hier das erste dreistöckige Strohballen-Lehmhaus in Deutschland gebaut, dass eine offizielle Zulassung von den Baubehörden erhielt.

Dreistöckiges Strohballen-Lehm-Haus

Dreistöckiges Strohballen-Lehm-Haus

Zweistöckiges Lehmhaus

Zweistöckiges Lehmhaus

Manche der Häuser sind komplett mit Materialien aus der näheren Umgebung (also Lehm und Holz aus dem eigenen Wald) gebaut worden. Sieben Linden ist am Waldrand gelegen, hat also zur einen Seite hin Wald und zur anderen Felder, mit eigenen Äckern und Gärten.

Fassade mit Holzverkleidung

Fassade mit Holzverkleidung, (c) J.Nottebrock

Seit einiger Zeit geht der Trend wohl dahin, die Lehmhäuser aussen mit einer Holzfassade zu versehen um die Wetterfestigkeit zu erhöhen, was den Häusern ausserdem noch eine moderne Optik verleiht, die dem, was man auch in manchen aktuellen Architekur-Magazinen häufig zu sehen bekommt, in nichts nachsteht aber eben zusätzlich noch mit erstklassigen Werten in bezug auf Energie und Nachhaltigkeit aufwarten kann.

Ökologische Bauweise

Ökologische Bauweise

Moderne Architektur

Moderne Architektur, (c) laif-Agentur

Es gibt aber auch noch viele ältere Häuser ohne Holzverkleidung, d.h. nur mit Lehm als Aussenputz (auf Stroh), was, obwohl Lehm feuchteempfindlich ist, bemerkenswerterweise tatsächlich machbar ist, vorausgesetzt man versteht sich auf konstruktiven Nässeschutz (z.B. weit überstehende Dachkanten). Was die Sieben-Lindener offensichtlich meisterhaft beherrschen.

Dieses Haus wurde ausschleisslich mit Materialien aus der näheren Umgebung gebaut !!!

Dieses Haus wurde ausschliesslich mit Materialien aus der näheren Umgebung gebaut !!! (c) J.Nottebrock

Auch Photovoltaik und Solarthermie werden standardmässig eingesetzt und z.Teil auch selbst entwickelt, neben großen Anlagen auf den Häusern sah ich auch einige kleinere Kollektoren.

Eine weitere Technik, die in Siebenlinden sehr hochentwickelt ist und noch fortlaufend weiter verbessert wird, ist die Beseitigung, oder genauer gesagt die Verwertung von Fäkalien. Allein durch den konsequenten Einsatz von Kompost-Klos, was gleichbedeutend ist mit Trocken-Klos, wird eine gigantische Wassereinsparung erzielt was wiederum gleichzeitig die Klärung der verbleibenden Klärwassermenge stark vereinfacht. Die festen Bestandteile hingegen werden in einem erprobten Verfahren kompostiert und gelangen letztlich wieder als Dünger in die Natur. Eine Sache, die sehr charakteristisch ist: In Siebenlinden hat man die Stoffwechselkreisläufen stets mit im Blick und bemüht sich, diese auch konsequent zu Ende zu denken.

Kompostierungs-Anlage

Kompostierungs-Anlage

Durch Kompostierung und Versickerung wird der Gesamt-Wasserbedarf des Dorfes um über 40%  reduziert.

Durch Kompostierung und Versickerung wird der Gesamt-Wasserbedarf des Dorfes um über 40% reduziert. (c) J.Nottebrock

Mancher Zeitgenosse mag aufgrund oberflächlicher Betrachtung beim Thema „Kompostklo“ vielleicht die Nase rümpfen. Man sollte sich aber klar machen, dass die Beseitigung von Abfällen und Exkrementen einer großen Gruppe von Menschen zunächst mal ein nicht ganz triviales organisatorisches (und technisches) Problem darstellt und oft als wichtige Grundlage von Siedlungen wie Dörfern oder Städten angesehen wird. So wird z.B. immer wieder gerne die besondere kulturelle Leistung der Römer betont, mit langen Wasserleitungen und Kanalisationen die technische Grundlage für „die ewige Stadt“ Rom erschaffen zu haben und damit auch irgendwie zu definieren, ab wann ein Volk als „zivilisiert“ gelten kann. Nunja, das gab ihnen dann wohl auch das Recht, diesen riesigen Beton-Moloch (ja, die alten Römer haben den Beton erfunden) sowie das dranhängende Imperium auf Sklaverei und der Ausbeutung anderer Völker zu gründen, die halt als „Barbaren“ mit eben jener Zivilisation beglückt wurden. In Sieben Linden hingegen erreicht man diesen Zivilisationsgrad eher durch Köpfchen und dafür auf friedliche Weise 😉

Äusserst bemerkenswert ist auch das Wirtschaftssystem, weil es sehr auf Schaffung lokaler Wirtschaftskreisläufe ausgerichtet ist. Ein sehr großer Teil der Bewohner findet nämlich im Dorf auch Arbeit, sei es als selbstständiger Unternehmer (z.B. im Handwerk und Gartenbau) dem schon allein der Bedarf der Dorfbewohner ein bescheidenenes Auskommen sichert und der eher selten noch Kapazitäten für Aufträge von ausserhalb übrig hat, oder etwa als Angestellter der dorfeigenen Genossenschaft. Eine weitere wichtige Einkunftsquelle ist der Seminarbetrieb, weshalb ein routinierter Umgang mit Besuchern, Gästen und Seminarteilnehmern gang und gäbe ist. Darin liegt auch ein Potential, neue Leute kennenzulernen und neue, zukünftige Dorfbewohner zu gewinnen, zumindest, solange die angepeilte Zielgröße von etwa 300 noch nicht erreicht ist. Daraus resultiert ein gemächliches aber kontinuierliches und quasi organisches Wachstum der Gemeinschaft.

Und Gemeinschaft wird hier natürlich großgeschrieben, immerhin besteht ein gewisser Teil der besonderen Effizienz des Dorfes darin, das sich die Bewohner bestimmte zentrale Einrichtungen, wie z.B. die Gemeinschaftsküche, Lager- und Vorratshaltung (z.B. für Nahrungsmittel und Brennholz), eine Waschküche, das Seminarhaus und vieles mehr (achja, nicht zu vergessen das Car-Sharing) miteinander teilen.

Gemeinschaftsraum

Gemeinschaftsraum

Und vermutlich auch einen gewissen Teil der Weltanschaungen, wobei es aber m.E. so ist, das ebensoviel Wert auch auf indivudelle Freiräume gelegt wird, was sich z.B. in den Hausgemeinschaften niederschlägt.

Sieben Linden ist konzeptionell so ausgelegt (oder hat sich einfach im Laufe der Zeit dahin entwickelt) das es einen großen Rahmen bildet, innerhalb dessen es einen öffentlichen Raum gibt, also etwa die gemeinschaftlichen Einrichtungen, mit bestimmten Regeln die ein konstruktives Miteinander ermöglichen. Und dann gibt es noch die vielen individuellen Räume, die etwa durch die Wohnhäuser und ihre Hausgemeinschaften repräsentiert sind und wo letztere ihre eigenen Regeln und Lebensmodelle etablieren können. Hier ist natürlich eine höhere Kompatibilität der einzelnen Personen erforderlich bzw. lassen sich auch Rollen-Modelle wie „Familie“ oder einfach nur „Haushalt“ gut abbilden.

Die Gemeinschaft als ganzes erscheint mir trotz mancher weltanschaulicher Gemeinsamkeiten insgesamt aber durchaus heterogen, d.h., es handelt sich hier m.E. nicht etwa um eine auf einen gemeinsamen religiösen oder esoterischen Fokus ausgerichtete und gleichgeschaltete Gruppe (zumindest sofern man „Nachhaltigkeit“ nicht als Religion sondern als Strategie definiert). Damit will ich aber nicht ausschliessen, das die Naturnähe und die ganze Atmosphäre des Projektes bzw. des Dorfes einer spirituellen Entwicklung und Reflexion förderlich sind, die eigentlich auch ganz gut zum Seminarbetrieb passen. Wenn etwa der Inhalt eines Workshops mit dem, was man selbst glaubt und lebt gut zusammenpasst, dann wird er dementsprechend authentisch sein.

Workshop

Workshop

Ich als oberflächlicher Besucher fühlte mich damit aber nicht weiter in besonderem Maße konfrontiert, nur einmal hörte ich entfernte Didgeridoo-Klänge die wohl aus dem Seminarhaus kamen. Aber ansonsten erschien mir die Situation einfach nur von einer ganz alltäglichen Normalität geprägt zu sein. Die Menschen denen ich begegnete sind trotz der in mancher Hinsicht aussergewöhnlichen Umstände einfach ganz normale Leute, nur dass sie sich halt stärker als andere Zeitgenossen darum bemühen ein Modell für ein nachhaltiges und angenehmes Zusammenleben aktiv zu entwickeln, bei dem die eigene Umgebung besonders kreativ und konstruktiv gestaltet wird. Viele haben dort wirtschaftlich gesehen zwar ihr Auskommen, sind aber nach den üblichen Maßstäben nicht besonders reich. Sie fühlen sich aber dabei keineswegs arm, da sie in vielerlei Hinsicht einen besonderen Luxus geniessen können (und sich dessen auch bewusst sind), den die meisten anderen in der Gesellschaft nicht haben. Das kann man wohl als win-win-Situation einstufen 😉

Die ganze Atmosphäre erinnerte mich ein bischen an einen ruhigen Urlaub auf der dänischen Halbinsel Römö, das mag aber auch daran gelegen haben, das es ein Sonntag war und man kennt ja diese typische entspannte Sonntag-Nachmittag-Stimmung 😉 Gleichzeitig gab es für mich aber auch sehr vielschichtige Eindrücke mitzunehmen und zu analysieren … sehr viele Sachen bei denen ich zweimal und genauer hinschauen musste um dann viele interessante Details zu entdecken, die aber im Umgebungskontext widerum völlig normal erschienen, wie bereits erwähnt.

Blick von Osten mit idyllischer Atmosphäre

Blick von Osten mit idyllischer Atmosphäre

Im Hinblick auf OSEG und insbesondere die OpenEcoLabs und zukünftige Community-Projekte kann ich als Fazit ganz klar und eindeutig feststellen, das man von Sieben-Linden extrem viel lernen kann.

Viele Ideen, Ansätze und Ideale, denen man im OSEG-Umfeld immer wieder begegnet, sind hier bereits in die Tat umgesetzt und weiterentwickelt worden und werden im Alltag praktisch gelebt. Dabei haben die Sieben-Lindener sicherlich auch manchen Prozess durchlaufen und manches Lehrgeld zahlen müssen, aber die Sache scheint inzwischen schon sehr routiniert zu laufen und gut zu funktionieren – was schliesslich das Wichtigste ist.

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Einladung zur ersten Mitglieder-Vollversammlung des Vereins Open Source Ecology Germany e.V.

Hallo,

hiermit laden wir Euch offiziell zur ersten Mitglieder-Vollversammlung unseres Vereins Open Source Ecology Germany e.V. ein.

Nach fast einem Jahr haben wir nun Einiges zu berichten.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.

Mitgliederversammlung

Datum:
26.03.2017 | 14:00 Uhr

Ort:
Knobelsdorffstr. 22 | 14059 Berlin

Es wäre schön, wenn Ihr uns vorab schon mal eine kurze formlose Anmeldung an mail@opensourceecology.de zukommen lassen würdet.

Das ist keine hinreichende oder notwendige Bedingung für die Teilnahme, aber es würde uns ungemein helfen, die MV als „Event“ im Vorfeld noch besser planen zu können.

Übrigens sind auch alle Interessenten, Sympathisanten und sonstige Nicht-Mitglieder des Vereins herzlich zur Teilnahme eingeladen !!!

Mit hoch motivierten Grüßen

Euer Vorstand
Achmed Touni, Timm Wille, Maximilian Latzel

Open Source Ecology Germany e.V.
Verein@opensourceecology.de
Telefonischer Kontakt: (T.W.) 017661304615

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OSEG: DoroDango Workshop im OpenEcoLab Rahden

Letzte Woche trafen sich Achmed, Timm und ich (Oliver) im OpenEcoLab Rahden zu einem Orientierungs- und Brainstorming-Meeting, welches wir in Form eines DoroDango-Workshops abhielten.

Das Ganze kann verstanden werden, als eine Art bewusstem Gegen-Entwurf zu den sogenannten „Design Sprints“. Die Idee bei jenen ist, durch höchst konzentrierte Zusammenarbeit einer größeren Anzahl von möglichst high-skilled Teilnehmern in der gegebenen kurzen Zeit einen größtmöglichsten Progress in aktuellen Konstruktions- und Designs-Prozessen zu erzielen.

Bei unserem DoroDango-Workshop haben wir aber quasi dieses Pferd ganz gezielt von hinten aufgezäumt. Bei einem vorangegangenen Meeting rund 1 Jahr zuvor war die Erfahrung, das es zwar ein tolles Treffen war, aber insgesamt schien die Zeit viel zu kurz (trotzdem wir auch die Nächte halb durchgemacht hatten) um alles was wir uns vorgenommen hatten zu zeigen, zu besprechen und weitere Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Anders gesagt, es war zwar schön … aber auch stressig.

Das sollte diesmal grundlegend anders werden.

Daher hatten wir uns nun a priori mehr Zeit genommen. Und einen anderen Plan: Anstatt uns die Todo-Liste vollzupacken gab es nur zwei Punkte:

1. Erst mal völlig entspannen und loslassen, in angenehmer Atmosphäre, unterstützt durch kulinarische Genüsse und erst mal runterkommen vom Alltagsstress, das Beisammensein geniessen und einfach nur Zeit haben. Auch für triviale Gesprächsthemen, die nicht unbedingt immer was mit OSEG zu tun haben müssen sondern auch privater Natur sein können – kurzum: Entschleunigung und Wohlbefinden waren hier die vorrangigen Etappenziele.

2. Aus Lehm einfach nur mit unseren Händen eine Kugel formen, die solange gerieben und mit Lehmpulver bestreut wird, bis sich eine glänzende Oberfläche ergibt, die fast so wirkt als hätte die Kugel eine Glasur.

Diese Technik kommt – wie könnte es auch anders sein – natürlich aus Japan ;). Dort werden solche Kugeln bereits von Kindergarten-Kindern oder in der Grundschule geformt und über viele Stunden hinweg bearbeitet und behandelt. Vermutlich sollen die Kinder dadurch Geduld und Ausdauer lernen wobei die Übung am Ende auch noch mit einem Erfolgserlebnis – nämlich der schönen Kugel – verbunden ist.

DoroDango – Kugeln aus Lehm

Für uns als Mitglieder des OSEG-Teams hatte die Sache noch einen ganz besonderen Reiz aufgrund ihrer hohen Symbolkraft: Wir sind alle drei absolut grundverschiedene Vertreter unterschiedlicher Altersklassen, Temperamente, Vorlieben und Abneigungen und leben an voneinander weit enfernten Orten. Es gibt also ausser OSEG vordergründig betrachtet erst mal nichts, was uns ansonsten miteinander verbindet.

Aber irgendwie haben wir es (insbesondere in den letzten zwei, drei Jahren) geschafft, uns trotzdem zusammenzuraufen und gerade diese Unterschiede in einen Vorteil im Sinne einer komplementären Ergänzung umzumünzen. Jeder von uns agiert eigentlich völlig eigenständig, aber irgendwie ziehen wir dennoch an einem gemeinsamen Strang. Und haben eine gewisse Art entwickelt uns sozusagen gegenseitig die Bälle zuzuspielen – was natürlich sehr schön zu dem DoroDango-Thema passt … aber ich erwähnte ja schon, das dieses eine hohe Symbolkraft aufweist 😉

Jedenfalls haben wir es damit nicht nur geschafft OSEG durch die schwierigen Anfangszeiten zu bringen, sondern auch noch eine Weiterentwicklung stattfinden zu lassen, wie etwa die Meisterung der „Server-Krise“, Verbesserung unserer Internet-Infrastruktur (sehr wichtig für unsere Kommunikation, immerhin ist OSEG „physisch“ über ganz Deutschland verstreut), Gründung des Vereins, Präsenz auf diversen Events und Veranstaltungen (und sonstiger Öffentlichkeitsarbeit), Community-Bildung, Profilierung der OpenEcoLabs, Etablierung regelmäßiger Meetings wie dem OThing und dem Admin-Meeting, Vernetzung mit anderen OSE- und artverwandten Gruppen (sowohl hierzulande, als auch im näheren europäischen Raum länderübergreifend) und natürlich auch die Arbeit an den jeweiligen OpenHardware-Projekten.

Wobei ich an dieser Stelle betonen muss, dass für all Dieses auch die Beteiligung und die Mitarbeit etlicher weiterer Personen, denen dafür ebenfalls Kudos gebühren, entscheidenden Anteil hatten. Und erfreulicherweise nimmt die Anzahl der Personen im OSEG-Team seit einiger Zeit stetig zu.

Das alles wollten wir innerhalb unseres Workshops eben dadurch zum Ausdruck bringen, dass nicht jeder seine eigene Lehmkugel knetet, sondern die Kugel von Hand zu Hand wandert und jeder einen Teil dazu beiträgt (während die jeweils anderen beiden die Hände frei haben !)

Ausserdem schien es mir einen gewissen Coolness-Faktor zu haben, wenn man im Nachhinein den Inhalt des Workshops beschreiben könnte mit „Oooch, wir ham halt ne ruhige Kugel geschoben“ 😉

Dabei ist das eine glatte Untertreibung, denn mitunter ergaben sich bei dieser Tätigkeit höchst dramatische Momente, wie etwa, als wir merkten, das dass, was in den ganzen Youtube-Videos von japanischen Kindern so spielerisch leicht aussieht in Wahrheit gar nicht so easy sondern ganz schön tricky ist … bei uns entstand nämlich anfangs immer ziemlich schnell eine feste äussere Schale, die dann aber leider auch sehr schnell Brüche, oder „Cracks“ (wie es im Fachjargon heisst) aufwies.

Das aber drei gestandene Ingenieure und Wissenschaftler nicht in der Lage sein sollten, etwas hinzubekommen, was anderswo schon im Kindergarten praktiziert wird …, also, diese Schmach wollten wir natürlich auch nicht gern auf uns sitzen lassen 😉 😉

Interessanterweise war es dann so, dass wir der Lösung auch wieder nur durch Zusammenarbeit nahe kamen … mal hatte der eine noch eine Idee, die uns einen Teilschritt weiterbrachte und mal der andere. Und sobald mal Zwei von uns weich waren konnte dann der Dritte wieder nicht die Hände von der Kugel lassen 😉

So haben wir dann in mehreren Schritten ein paar Knackpunkte geknackt und das Ziel gemeinsam erreicht. Wir haben dazu auch ein kleines Anleitungsvideo gemacht, was zu finden ist unter diesem YoutubeVideo:

Ausserdem haben wir noch ein weiteres Video gedreht, welches eher so allgemeine Impressionen von der Atmosphäre des Workshops enthält und hier betrachtet werden kann:

Darin gelangen auch hin und wieder die kulinarischen Aspekte mit ins Bild. Ich bin schon seit Jahren ein Fan der japanischen Küche und ganz besonders inspiriert von einer Ausrichtung namens „Shojin Ryori“, das ist eine über Jahrhunderte hinweg in Zen-Klöstern entwickelte vegetarische Tempelküche, also quasi das, wovon sich buddhistische Mönche in Japan ernähren. Und was somit auch stilistisch gut zu unserem Workshop passte 😉 Ich hatte dazu bereits im Vorfeld einen sich über mehrere Tage erstreckenden und bis ins Detail ausgearbeiteten Menüplan erstellt und dann tatsächlich auch geschafft, diesen nahezu vollständig in die Tat umzusetzen. Worin für mich zunächst eine nicht unbeträchtliche logistische Herausforderung bestand, deren entspannte Bewältigung mich im Nachhinein mit einer ganz besonderen Zufriedenheit erfüllt 😉

Aber ehe nun einer meint, wir hätten die ganzen Tage nur Spökes getrieben und niederen irdischen Genüssen gefrönt, muss ich ausdrücklich darauf hinweisen, das wir obwohl (oder vielleicht auch gerade weil 😉 ) wir uns vorher in unserer Agenda auf nichts dergleichen festgelegt (aber andererseits auch nichts ausgeschlossen) hatten, dennoch massig Zeit für konstruktive Arbeit in Sachen OSEG fanden, wie etwa Informationsabgleich, allgemeine Planung für 2017 und Entwurf kreativer Ideen und Projekte für die nähere Zukunft sowie auch intensive Konstruktionsarbeit und Weiterentwicklung des neuen „Next-Generation“-Prototyps der Zink-Luft-Zelle.

Aber letzteres ist ein ganzes Thema für sich und wird von mir beizeiten vielleicht nochmal in einem eigenständigen Blog-Artikel vorgestellt 😉

Jedenfalls ist der ganze Workshop super gelaufen und hat viel Spass gemacht … und wir haben die Kugel zum Glänzen gekriegt !

[Nachtrag: hier noch ein Video, welches zeigt, wie wir die hözernen Sockel gemacht haben]

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