10 Jahre und drei Tage

Die Tage vom 13. bis 15. März standen ganz im Zeichen von zehn Jahren Open Source Ecology Germany e.V..

Tag eins, 13. März 2026, Jahrestag der Gründung

Der Jahrestag selbst, der 13. März, wurde entspannt bei Getränken, Essen und Gesprächen mit Freund:innen gefeiert. Mitglieder die sich länger nicht gesehen hatten, kamen extra angereist.

OSE Germany e.V. hat in diesen zehn Jahren viel erreicht! Ein kleiner Rückblick:

Angefangen hat alles als Netzwerk, in dem Vorstellungen einer offenen ökologischen Wirtschaft diskutiert und dazu Projekte durchgeführt und Kontakte geknüpft wurden, um eine OSE Community in Deutschland aufzubauen. Vorbild war Open Source Ecology, gegründet 2003, in den USA. Ein paar Jahre später wurde das Netzwerk in Deutschland durch einen eingetragenen Verein ergänzt: Der Open Source Ecology Germany e.V. – Der Verein unterstützt die Vision der Bewegung nun seit 10 Jahren und das haben wir drei Tage lang gefeiert.

Der Verein hat eine breite Palette von Aktivitäten. Es wird geforscht und publiziert, an Projekten gearbeitet, es werden Veranstaltungen durchgeführt und die Vernetzung intensiviert. Er ist Netzwerk und Werkzeug zugleich. Derzeit machen wir Erfahrungen mit Citizen Science Projekten wie ZAC+. Unsere Projekte können groß oder klein sein, viele führen wir mit externen Partnern durch. Einige wirken im engeren Rahmen, andere bergen Möglichkeiten für die gesamte Open-Source-Hardware-Community. Dazu gehören die DIN SPEC 3105 und CAB, der Conformity Assessment Body für den Aufbau und Betrieb einer Qualitätssicherung. Standardisierung ist bei OSH ein wichtiges Thema, deshalb wird auch daran gearbeitet. Auch die Vernetzung geht weiter. Im Bereich der Erneuerbaren Energien haben wir mit OpenNanoGrid und der LibreSolarBox auch wichtige Projekte angestoßen und mit Menschen aus dem Netzwerk entwickelt.

Die holistische Arbeit wird anerkannt und wurde ausgezeichnet.

All das wird im Sinne von Offenheit transparent kommuniziert und der Verein will auf viele Arten offene Technologien mit seinen Möglichkeiten bekannt machen und Menschen einladen, sich zu beteiligen.

Wir waren der Zeit voraus und das ist gut so. Jetzt wird die Bedeutung von Open Source Hardware für die technologische Souveränität erkannt und wir können mit unseren Erfahrungen beitragen.

Tag zwei, 14. März 2026, Mitgliederversammlung

Viele unserer ca. 60 aktiven Vereinsmitglieder kamen zu unserer hybriden Jahreshauptversammlung, dem Fokus des zweiten Tages. Online oder in persona wurde sich aktiv in die Abstimmungen eingebracht, insb. den Neuwahlen. Es ging um die aktuellen Aktivitäten unserer Mitglieder und die formalen Aspekte unserer Arbeit.

So stand die Wahl eines neuen Vorstandes an, dieser steht ganz im Zeichen des Jubiläums: wir haben das erste Mal eine Vorstandsorsitzende: Sara, als Frau, die den Verein nach außen vertritt! Der stellvertrende Vorsitzende, Alex, stellt mit seiner Wiederwahl den Rekord als das am längsten amtierende Mitglied des Vorstands auf. Unser Kassenwart, Sebastian, war bereits vor Gründung von OSE Germany e.V. aktiv und kennt den Verein wie seine Westentasche (zuvor als Rechnungsprüfer), nach 10 Jahren tritt damit erstmal ein Gründungsmitglied wieder neu in den Vorstand.

Für einen Überblick stellten Mitglieder ihre laufenden Projekte und Kooperationen vor: Neben CAB und ZAC+ (siehe oben) auch die Faire Maus und Fairdevices, das Period Cup Projekt, die Kooperation mit der SRH University, NGI Search, OSI² sowie ein Plan für einen Roboter für Arbeiten auf einem Hof. Damit schlagen wir eine Brücke zur ursprünglichen Idee von OSE, dem Global Village Construction Set (GVCS) und gehen zugleich einen eigenständigen Weg.

Einen kleinen Ausblick für dieses laufende Jahr gab es ebenfalls. Drei Projekte von OSEG-Mitgliedern stellen sich auf dem OSHWA Summit 2026 vor. Außerdem gibt es wieder eine OSH-Konferenz des OSHOP-Projekts zusammen mit dem Just Transition Centers, ein SommerCamp der Offenen Werkstätten in Frankfurt am Main, 27.08. – 30.08.2026, sowie weitere Veranstaltungen.

Tag drei, 15. März 2026, Barcamp

Der dritte Tag war der Zukunft gewidmet: Was steht an, Welche Themen beschäftigen uns und was sollten wir in nächster Zeit noch angehen.

Dazu wurde ein Barcamp durchgeführt als Open Space, bei dem keine Themen vorgegeben waren, sondern aus dem Kreis der Teilnehmenden an diesem Tag eingebracht wurden. Diese Themen wurden auf dem „Marktplatz“ gesammelt und wer Interesse daran hatte, ein Thema zu besprechen konnte sich dafür eintragen. So wurde schnell klar, welche Themen als am wichtigsten empfunden wurden.

Unter den besprochenen Themen waren sehr praktische wie das Design eines Stickers mit dem OSEG-Logo sowie eine Überarbeitung des Flyers.

Andere Themen waren größer und allgemeiner, z.B. ob und wie KI für Vereinszwecke eingesetzt werden sollte oder was es braucht, damit Gemeinschaften florieren können, Stichwort „Community Engineering“.

Viele Themen konnten an dem Tag aus Zeitgründen leider nicht bearbeitet werden, aber wir haben uns fest vorgenommen, solche Treffen ab jetzt regelmäßiger zu machen. Denn wir sehen, dass wir in kurzer Zeit in intensiven Gesprächen einiges in Gang bringen können. So ist aus der Idee mit dem Sticker bereits ein Klebeband im OSEG-Design in Arbeit, z.B. für Messeauftritte. Und wir können so noch besser in Verbindung treten. Wir lassen es alle wissen, wenn es soweit ist.

Es geht weiter und wir haben noch viel vor! Bringt euch gerne ein, wir freuen uns auf neue Gesichter.

Beitrag erstellt 3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben