OSE Germany – auf der MakerFaire 2017 in Hannover

Dieses Jahr waren wir nunmehr zum 5. mal auf der MakerFaire in Hannover. Dabei wurden als Neuheiten erstmals das LibreSolar Projekt, die neue CNC TorchTable Höhensteuerung, der OSE 3D-Drucker D3D und die neue UniProKit V.2 Version vorgestellt.

 

OSE Logo und oben rechts die TempCTRL

OSE Logo und oben rechts die TempCTRL

Natürlich hatten wir auch einige der älteren Projekte mit dabei, wie etwa das DIY-Laptop, die Temperatursteuerung TempCTRL, eine frühe Solarbox Version und natürlich auch wieder den Kammwebstuhl OHLOOM – der sich stets einer besonders großen Beliebtheit beim Publikum erfreut. Achja, und meinen neuen Anet A8 hatte ich natürlich auch dabei, endlich ein 3D-Drucker, den ich gut transportieren kann.

Einmal hatte ich vier ca. 12- bis 14-jährige Jungs am Stand, die sich voll für den Webstuhl begeisterten und dafür sogar den Pi-Top Stand direkt neben uns ignorierten, an welchem man auf den ganzen Pi-Tops Computerspiele zocken konnte. Die Vier hatten unschwer erkennbar einen Migrations-Hintergrund und ich hatte so das Gefühl, dass ihnen zwischen all dem ganzen High-Tech Geraffel der Webstuhl als etwas Vertrautes vorkam, was sie wohl aus ihrer Heimat kannten. Tatsächlich erzählte der eine dann, auf so etwas hätte er sieben Jahre lang Teppiche gewebt.

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Auch diesmal wurde von den Besuchern eine komplette Bahn (ca. 1.20m) voll-gewebt. Rechts im Bild die Bahn, die auf der MakerFaire 2016 gewebt wurde.

Der Webstuhl ist eine Mitmach Attraktion zum selber-ausprobieren und bietet gleichzeitig einen guten Anknüpfungspunkt um über Upcyling und Plastikmüll zu sprechen.

Der Webstuhl ist eine Mitmach Attraktion zum selber-ausprobieren und bietet gleichzeitig einen guten Anknüpfungspunkt um über Upcyling und Plastikmüll zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

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Das LibreSolar BMS48V mit Switch-N-Sense.

Außer Dennis, Michel und mir (Oliver) waren auch noch Djahval und Toulasi von der cos(h)-Arbeitsgruppe der HAW/HOOU mit dabei und haben das LibreSolar-Projekt vorgestellt, namentlich das BMS48V und das neue BMS5s mit 12V von Martin sowie dessen MPPT20A PowerPointTracking-Laderegler mit 20 Ampere.

 

Toulasi, Djahval und Michel

Toulasi, Djahval und Michel. Rechts unten im Bild ist auch die neueste Version vom LibreSolar BMS5s (für 12V) zu sehen

 

BMS5s (12V) mit integriertem Switch-N-Sense. Die kleinen Lithium-Akkus dienen vor allem zu Demo-Zwecken, man kann hier aber auch noch wesentlich dickere mit bis zu 60AH dranhängen.

BMS5s (12V) mit integriertem Switch-N-Sense. Die kleinen Lithium-Akkus dienen vor allem zu Demo-Zwecken, man kann hier aber auch noch wesentlich dickere mit bis zu 60AH dranhängen.

Hier nochmal ein closeup vom LibreSolar BMS5s (12V) und vom MPPT20A. Mit beiden zusammen kann man eine komplette Solaranlage bis 400 Wp mit PowerPoint-Tracking betreiben. Mit einem etwas anderen Laderegler mit mehr als 20A auch eine bis über 1KWp. Damit ist die Anwendung geeignet als Solarspeicher für eine Haus-Photovoltaik-Anlage auf Basis von LiFePO4-Akkus und mit integriertem Energie-Management-System und Balancing (BMS) (!!!).

MPPT20A - ein Solar-Laderegler mit Maximum-Powerpoint-Tracking (bringt bis zu 30% mehr Ertrag !) für SOlarpanels bis 20 A

MPPT20A: ein SolarLaderegler mit Maximum-Powerpoint-Tracking (bringt bis zu 30% mehr Ertrag!) für Solarpanels bis 20 A

Eigentlich wollte ich auch den neuen OSE 3D-Drucker D3D vorstellen, aber da mir im Vorfeld die Zeit fehlte, um diesen komplett fertig zu machen, habe ich einen Tag vor der Messe noch das TorchHeightCTRL-V.02 in den D3D-Rahmen als neues Test-Rig integriert. Ich musste das ganze Teil etwas schmaler machen um es überhaupt ins Auto zu bekommen, aber dank dem Umstand, dass es komplett aus Teilen des UniProKit Baukastenssystems besteht kein Problem, ich hab einfach die Querstreben gegen Kürzere ausgetauscht. Wenn das TorchHeightCTRL fertig ist, werde ich wieder die Langen einsetzen und daraus einen D3D bauen, mit einem Druckvolumen von jeweils 30cm Kantenlänge. Dazu muss ich im Grunde nur noch das Interieur wie Steppermotoren, Extruder und Heatbed einbauen. Als Test-Rig für das TorchCTRL war es aber auch so ok und man konnte daran zumindest auch schon mal erkennen, wie der D3D gestaltet ist: nämlich vollständig auf Basis vom UniProKit (wodurch er sich im Rahmen etwas vom US-Original unterscheidet, aber das ist sozusagen die metrische Version von OSEG).

Gar manche Tech-Freaks unter den Besuchern fragten berechtigterweise, was es mit diesem seltsamen 3D-Drucker denn wohl auf sich habe, worauf wir von unserer Zusammenarbeit mit OSE-US berichteten.

D3D/TorchHeightCTRL_V.02-Hybrid ;)

CNC TorchTable Höhensteuerung im D3D-Rahmen

CNC TorchTable Höhensteuerung im D3D-Rahmen

Die Universal-Achsen sind mittlerweile regulärer Bestandteil vom UniProKit Lineartrieb Set und lassen schon den künftigen 3D-Drucker gut erkennen.

Auch wenns vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz so deutlich erkennbar ist, hat sich am UniProKit seit dem letzten mal sehr viel getan, es gibt davon inzwischen offiziell die neue Version V2, deren wichtigstes Feature eine neue einheitliche Lochgröße von M6 ist. Durch diese Maßnahme wurde das ganze System weeesentlich “stromlinienförmiger”, z.B. kann man jetzt im wesentlichen mit 4 verschiedenen M6er Schraubenlängen alle wichtigen Verbindungsarten durchführen, sowohl der T-Slot Teile untereinander, als auch in Kombination mit den L- und den Flach-Profilen. Auch alle Plastik-Teile wie etwa vom Frame-Set sind darauf optimiert und lassen sich damit befestigen oder z.B. auch sämtliche Lineartriebe damit zusammensetzen.Als Folge kann man so was wie den D3D-Rahmen bzw. das gezeigte TorchCTRL Test-Rig mit nur einem einzigen Werkzeug, nämlich einem Inbus-Schlüssel komplett zusammensetzen oder zerlegen. Hinzu kommt noch der Vorteil des 20mm-Rasters, was dazu führt, dass sich beim Probieren und Konstruieren auf fast magische Weise alle Teile nahtlos aneinander fügen und sich die Konstruktion dadurch quasi wie von selbst ergibt. Ist etwas schwer zu erklären, das muss man einfach mal selbst ausprobiert haben. Aber genau dazu hatten die Besucher auf der Messe ja auch die Möglichkeit und waren herzlich dazu eingeladen, beliebige Stücke zusammen zu schrauben und Verbindungsarten auszuprobieren, was das Verständnis für die Vorzüge des UniProKits deutlich verschärfte, so dass wir wieder viele Anfragen bekamen, wo das Ganze denn nun zu kaufen wäre.

Das UniProKit läd ein zum ausprobieren und dranrumschrauben.

Das UniProKit läd ein zum ausprobieren und dranrumschrauben.

UniProKit V2.

UniProKit V2.

Tatsächlich haben Dennis und ich in letzter Zeit hart daran gearbeitet , die UniProKit-Teilen in größeren Stückzahlen anzufertigen, wir sind zwar noch nicht ganz durch damit, aber zumindest waren die Teile-Kisten diesmal so gut gefüllt wie noch nie, was sicherlich auch zu einem guten Eindruck beitrug.

Bei der Zink-Luft Zelle haben wir dieses Jahr erstmals nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch den Wiederaufladungsvorgang durch einen einfachen elektro-galvanischen Prozess demonstriert. Dies würde normalerweise mittels (zu speichernder) erneuerbarer Energien geschehen, wie etwa überschüssigem Photovoltaik-Strom im Sommer, aber jetzt für die Messe-Vorführung habe ich dazu mein neues Labor-Netzteil zum Einsatz gebracht.Für den Vorgang an sich ist es natürlich unerheblich, aus welcher Energiequelle der Strom letztlich stammt, aber in der ökonomischen Gesamtbetrachtung ergibt sich hier die Möglichkeit, (beliebig) große Mengen an Energie in einer harmlosen (= nicht brennbaren), lagerfähigen und platzsparenden Form saisonal (d.h. für beliebig lange Zeiträume) zu speichern und damit etwa vom Sommer mit in den Winter nehmen zu können, wo der Strom (bzw. das regenerierte Zink als Brennstoff) mangels ausreichender Sonneneinstrahlung dringend benötigt wird.

Dadurch, dass wir nunmehr sowohl die Hin- als auch die Rück-Reaktion experimentell zeigen, erreichen wir didaktisch ein deutlich besseres Verständnis dieses ökonomischen Aspektes beim Publikum.

Zink-Luft-Zelle: Zink wird "verbrannt", d.h., oxidiert. Dabei wird Strom erzeugt.

Zink-Luft-Zelle: Zink wird “verbrannt”, d.h., oxidiert. Dabei wird Strom erzeugt.

Dabei entsteht Zinkoxid, welches in wässriger Lösung (hier KOH-Elektrolyt) löslich ist und sobald diese gesättigt ist als weissliches Pulver ausgefällt wird.

Dabei entsteht Zinkoxid, welches in wässriger Lösung (hier KOH-Elektrolyt) löslich ist und sobald diese gesättigt ist als weissliches Pulver ausgefällt wird.

Mittels erneuerbarer Energien, hier simuliert durch ein Labor-Netzteil, wird durch hinzufügen von Strom und unter Abgabe von Sauerstoff das Zinkoxid wieder zu Zink regeneriert, was den Kreislauf schliesst und einem Wiederaufladungsvorgang entspricht.

Mittels erneuerbarer Energien, hier simuliert durch ein Labor-Netzteil, wird durch hinzufügen von Strom und unter Abgabe von Sauerstoff das Zinkoxid wieder zu Zink regeneriert, was den Kreislauf schließt und einem Wiederaufladungsvorgang entspricht.

Alles Zinkoxid wurde umgewandelt zu Zink, welches sich an der Kathode als dicker Zinkschwamm angelagert hat.

Alles Zinkoxid wurde umgewandelt zu Zink, welches sich an der Kathode als dicker Zinkschwamm angelagert hat. Dadurch wurde der Elektrolyt ebenfalls regeneriert und die Flüssigkeit ist nun wieder völlig klar.

Impressionen

Der Pi-Top ist auch so eine Art von DIY-Laptop.

Der Pi-Top ist auch so eine Art von DIY-Laptop.

Hier noch ein paar Impressionen, was es auf der MakerFaire sonst noch so gab: Nebenan wie gesagt der Pi-Top Stand, der von Kindern aller Altersgruppen besonders gut frequentiert wurde.

 

 

 

No.5 lebt ;)

No.5 lebt 😉

Natürlich gab es auch wieder jede Menge Roboter aller Art.

 

 

 

 

 

Musikalische Marble-Maschine

Musikalische Marble-Maschine

Diese Marble-Maschine erinnerte mich ein bisschen an das Projekt
Wintergatan, eines der coolsten Maker-Projekte schlechthin. Oder sagen wir mal, einen rudimentären Vorläufer davon. 😉

 

 

 

Diesen Gobelin würd ich mir ja auch noch an die Wand hängen.

Diesen Gobelin würd ich mir ja auch noch an die Wand hängen.

Ein anderes künstlerisches Projekt befasst sich mit dem sammeln und “tunen” von alten Gobelins.

 

 

 

 

 

Makeblock

Makeblock

Makeblock, ein kommerzielles Baukasten-System.

 

 

 

 

 

EggStruder

EggStruder

Ein Filament-Extruder, der mit Plastik-Granulat gefüttert wird. Also sowas Ähnliches wie der Lymann-Filament extruder, der gerade bei OSE-US gebaut wird.

 

 

 

Eine Gruppe war da, die sich ausschließlich mit dem Bau möglichst originalgetreuer R2D2s beschäftigt, sowie seinen näheren Verwandten.


 

Wer mich kennt, der weiß dass ich einen Faible für Dinge und speziell für Mechaniken aus Holz habe. Echte Männer machen so was aus Holz, 3D-drucken ist nur was für Weicheier 😉

Cool woodworking stuff: Holz-Gewinde und Holz-Zahnräder

Cool woodworking stuff: Holz-Gewinde und Holz-Zahnräder

Ein Bagger mit Mechaniken aus Holz

Ein Bagger mit Mechaniken aus Holz

 

 

 

 

 

 

 

Robot-Arm

Mantis Robot-Arm

Wobei, es gibt auch Ausnahmen. Wie zB. diese Roboter-Arme, von Andreas Hölldorfer von
chaozlabs.de, der ziemlich coole Projekte macht und mir ein paar gute Tipps zum drucken mit ABS gab. Wer solche Teile baut, der weiß wie man aus diesem Material auch noch das Letzte an Stabilität beim Drucken herausholt !

Gelenk vom Roboterarm

Gelenk vom Roboterarm

Roboter-Arm

Roboter-Arm

 

 

Manche Projekte sind ziemlich groß, so wie diese Tauchkugel, oder auch der Hexapode, der im Außenbereich rumstiefelte. Wer braucht schon Burning Man, wenn man auch MakerFaire haben kann 😉

Eine Tauchkugel

Eine Tauchkugel

Ein Hexapod namens "Mantis"

Ein Hexapod der zufällig auch “Mantis” heißt.

Dieses Jahr waren (zumindest gefühlt) mehr CosPlayer zu sehen als sonst. Ein CosPlayer der ersten Stunde aber ist Rudolf Arnold. Der war bislang auf jeder MakerFaire mit dabei, zumindest auf allen wo ich auch teilnahm.

Cosplayer Rudolf Arnold. Die Flügel des Kostüms können auch eingeklappt werden.

Cosplayer Rudolf Arnold. Die Flügel des Kostüms können auch eingeklappt werden.

Überhaupt trifft man mit den Jahren immer mehr Bekannte auf der MakerFaire, ist halt alles wie eine große Familie. Und so schließe ich nun diesen Bericht ab, mit dem Motto: “Make it hart, aber fair”.

Einladung zur ersten Mitglieder-Vollversammlung des Vereins Open Source Ecology Germany e.V.

Hallo,

hiermit laden wir Euch offiziell zur ersten Mitglieder-Vollversammlung unseres Vereins Open Source Ecology Germany e.V. ein.

Nach fast einem Jahr haben wir nun Einiges zu berichten.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.

Mitgliederversammlung

Datum:
26.03.2017 | 14:00 Uhr

Ort:
Knobelsdorffstr. 22 | 14059 Berlin

Es wäre schön, wenn Ihr uns vorab schon mal eine kurze formlose Anmeldung an mail@opensourceecology.de zukommen lassen würdet.

Das ist keine hinreichende oder notwendige Bedingung für die Teilnahme, aber es würde uns ungemein helfen, die MV als “Event” im Vorfeld noch besser planen zu können.

Übrigens sind auch alle Interessenten, Sympathisanten und sonstige Nicht-Mitglieder des Vereins herzlich zur Teilnahme eingeladen !!!

Mit hoch motivierten Grüßen

Euer Vorstand
Achmed Touni, Timm Wille, Maximilian Latzel

Open Source Ecology Germany e.V.
Verein@opensourceecology.de
Telefonischer Kontakt: (T.W.) 017661304615

OSEG: DoroDango Workshop im OpenEcoLab Rahden

Letzte Woche trafen sich Achmed, Timm und ich (Oliver) im OpenEcoLab Rahden zu einem Orientierungs- und Brainstorming-Meeting, welches wir in Form eines DoroDango-Workshops abhielten.

Das Ganze kann verstanden werden, als eine Art bewusstem Gegen-Entwurf zu den sogenannten “Design Sprints”. Die Idee bei jenen ist, durch höchst konzentrierte Zusammenarbeit einer größeren Anzahl von möglichst high-skilled Teilnehmern in der gegebenen kurzen Zeit einen größtmöglichsten Progress in aktuellen Konstruktions- und Designs-Prozessen zu erzielen.

Bei unserem DoroDango-Workshop haben wir aber quasi dieses Pferd ganz gezielt von hinten aufgezäumt. Bei einem vorangegangenen Meeting rund 1 Jahr zuvor war die Erfahrung, das es zwar ein tolles Treffen war, aber insgesamt schien die Zeit viel zu kurz (trotzdem wir auch die Nächte halb durchgemacht hatten) um alles was wir uns vorgenommen hatten zu zeigen, zu besprechen und weitere Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Anders gesagt, es war zwar schön … aber auch stressig.

Das sollte diesmal grundlegend anders werden.

Daher hatten wir uns nun a priori mehr Zeit genommen. Und einen anderen Plan: Anstatt uns die Todo-Liste vollzupacken gab es nur zwei Punkte:

1. Erst mal völlig entspannen und loslassen, in angenehmer Atmosphäre, unterstützt durch kulinarische Genüsse und erst mal runterkommen vom Alltagsstress, das Beisammensein geniessen und einfach nur Zeit haben. Auch für triviale Gesprächsthemen, die nicht unbedingt immer was mit OSEG zu tun haben müssen sondern auch privater Natur sein können – kurzum: Entschleunigung und Wohlbefinden waren hier die vorrangigen Etappenziele.

2. Aus Lehm einfach nur mit unseren Händen eine Kugel formen, die solange gerieben und mit Lehmpulver bestreut wird, bis sich eine glänzende Oberfläche ergibt, die fast so wirkt als hätte die Kugel eine Glasur.

Diese Technik kommt – wie könnte es auch anders sein – natürlich aus Japan ;). Dort werden solche Kugeln bereits von Kindergarten-Kindern oder in der Grundschule geformt und über viele Stunden hinweg bearbeitet und behandelt. Vermutlich sollen die Kinder dadurch Geduld und Ausdauer lernen wobei die Übung am Ende auch noch mit einem Erfolgserlebnis – nämlich der schönen Kugel – verbunden ist.

DoroDango – Kugeln aus Lehm

Für uns als Mitglieder des OSEG-Teams hatte die Sache noch einen ganz besonderen Reiz aufgrund ihrer hohen Symbolkraft: Wir sind alle drei absolut grundverschiedene Vertreter unterschiedlicher Altersklassen, Temperamente, Vorlieben und Abneigungen und leben an voneinander weit enfernten Orten. Es gibt also ausser OSEG vordergründig betrachtet erst mal nichts, was uns ansonsten miteinander verbindet.

Aber irgendwie haben wir es (insbesondere in den letzten zwei, drei Jahren) geschafft, uns trotzdem zusammenzuraufen und gerade diese Unterschiede in einen Vorteil im Sinne einer komplementären Ergänzung umzumünzen. Jeder von uns agiert eigentlich völlig eigenständig, aber irgendwie ziehen wir dennoch an einem gemeinsamen Strang. Und haben eine gewisse Art entwickelt uns sozusagen gegenseitig die Bälle zuzuspielen – was natürlich sehr schön zu dem DoroDango-Thema passt … aber ich erwähnte ja schon, das dieses eine hohe Symbolkraft aufweist 😉

Jedenfalls haben wir es damit nicht nur geschafft OSEG durch die schwierigen Anfangszeiten zu bringen, sondern auch noch eine Weiterentwicklung stattfinden zu lassen, wie etwa die Meisterung der “Server-Krise”, Verbesserung unserer Internet-Infrastruktur (sehr wichtig für unsere Kommunikation, immerhin ist OSEG “physisch” über ganz Deutschland verstreut), Gründung des Vereins, Präsenz auf diversen Events und Veranstaltungen (und sonstiger Öffentlichkeitsarbeit), Community-Bildung, Profilierung der OpenEcoLabs, Etablierung regelmäßiger Meetings wie dem OThing und dem Admin-Meeting, Vernetzung mit anderen OSE- und artverwandten Gruppen (sowohl hierzulande, als auch im näheren europäischen Raum länderübergreifend) und natürlich auch die Arbeit an den jeweiligen OpenHardware-Projekten.

Wobei ich an dieser Stelle betonen muss, dass für all Dieses auch die Beteiligung und die Mitarbeit etlicher weiterer Personen, denen dafür ebenfalls Kudos gebühren, entscheidenden Anteil hatten. Und erfreulicherweise nimmt die Anzahl der Personen im OSEG-Team seit einiger Zeit stetig zu.

Das alles wollten wir innerhalb unseres Workshops eben dadurch zum Ausdruck bringen, dass nicht jeder seine eigene Lehmkugel knetet, sondern die Kugel von Hand zu Hand wandert und jeder einen Teil dazu beiträgt (während die jeweils anderen beiden die Hände frei haben !)

Ausserdem schien es mir einen gewissen Coolness-Faktor zu haben, wenn man im Nachhinein den Inhalt des Workshops beschreiben könnte mit “Oooch, wir ham halt ne ruhige Kugel geschoben” 😉

Dabei ist das eine glatte Untertreibung, denn mitunter ergaben sich bei dieser Tätigkeit höchst dramatische Momente, wie etwa, als wir merkten, das dass, was in den ganzen Youtube-Videos von japanischen Kindern so spielerisch leicht aussieht in Wahrheit gar nicht so easy sondern ganz schön tricky ist … bei uns entstand nämlich anfangs immer ziemlich schnell eine feste äussere Schale, die dann aber leider auch sehr schnell Brüche, oder “Cracks” (wie es im Fachjargon heisst) aufwies.

Das aber drei gestandene Ingenieure und Wissenschaftler nicht in der Lage sein sollten, etwas hinzubekommen, was anderswo schon im Kindergarten praktiziert wird …, also, diese Schmach wollten wir natürlich auch nicht gern auf uns sitzen lassen 😉 😉

Interessanterweise war es dann so, dass wir der Lösung auch wieder nur durch Zusammenarbeit nahe kamen … mal hatte der eine noch eine Idee, die uns einen Teilschritt weiterbrachte und mal der andere. Und sobald mal Zwei von uns weich waren konnte dann der Dritte wieder nicht die Hände von der Kugel lassen 😉

So haben wir dann in mehreren Schritten ein paar Knackpunkte geknackt und das Ziel gemeinsam erreicht. Wir haben dazu auch ein kleines Anleitungsvideo gemacht, was zu finden ist unter diesem YoutubeVideo:

Ausserdem haben wir noch ein weiteres Video gedreht, welches eher so allgemeine Impressionen von der Atmosphäre des Workshops enthält und hier betrachtet werden kann:

Darin gelangen auch hin und wieder die kulinarischen Aspekte mit ins Bild. Ich bin schon seit Jahren ein Fan der japanischen Küche und ganz besonders inspiriert von einer Ausrichtung namens “Shojin Ryori”, das ist eine über Jahrhunderte hinweg in Zen-Klöstern entwickelte vegetarische Tempelküche, also quasi das, wovon sich buddhistische Mönche in Japan ernähren. Und was somit auch stilistisch gut zu unserem Workshop passte 😉 Ich hatte dazu bereits im Vorfeld einen sich über mehrere Tage erstreckenden und bis ins Detail ausgearbeiteten Menüplan erstellt und dann tatsächlich auch geschafft, diesen nahezu vollständig in die Tat umzusetzen. Worin für mich zunächst eine nicht unbeträchtliche logistische Herausforderung bestand, deren entspannte Bewältigung mich im Nachhinein mit einer ganz besonderen Zufriedenheit erfüllt 😉

Aber ehe nun einer meint, wir hätten die ganzen Tage nur Spökes getrieben und niederen irdischen Genüssen gefrönt, muss ich ausdrücklich darauf hinweisen, das wir obwohl (oder vielleicht auch gerade weil 😉 ) wir uns vorher in unserer Agenda auf nichts dergleichen festgelegt (aber andererseits auch nichts ausgeschlossen) hatten, dennoch massig Zeit für konstruktive Arbeit in Sachen OSEG fanden, wie etwa Informationsabgleich, allgemeine Planung für 2017 und Entwurf kreativer Ideen und Projekte für die nähere Zukunft sowie auch intensive Konstruktionsarbeit und Weiterentwicklung des neuen “Next-Generation”-Prototyps der Zink-Luft-Zelle.

Aber letzteres ist ein ganzes Thema für sich und wird von mir beizeiten vielleicht nochmal in einem eigenständigen Blog-Artikel vorgestellt 😉

Jedenfalls ist der ganze Workshop super gelaufen und hat viel Spass gemacht … und wir haben die Kugel zum Glänzen gekriegt !

[Nachtrag: hier noch ein Video, welches zeigt, wie wir die hözernen Sockel gemacht haben]

BAC21: Energy and Open Hardware – Workshop in Brüssel

Am Wochenende vom 11.11. bis 13.11 fand in Brüssel der “BAC21: Energy and Open Hardware”-Workshop statt, an dem auch OSEG teilnahm. Hier nun der Bericht dazu.

Vorgeschichte: Im Spätsommer 2015 fand für 5 Wochen das InnovationsCamp POC21 im Chateau de Millemont nahe Paris statt, dessen Ziel es war, in diesen 5 Wochen 100 Maker, Designer und Innovatoren zusammenzubringen, um ein Proof of Concept einer nachhaltigen Gesellschaft zu entwickeln.

Das POC21 war ein in dieser Form bislang einmaliges Event, aber es war auch gleichzeitig ein Aufbruch, bei dem gewissermaßen eine Saat gelegt wurde, die nun zu spriessen beginnt. Insofern kann der BAC21-Workshop in Brüssel als ein Follow-Up Event betrachtet werden, an dem einige der POC21-Projekte und -Teilnehmer mit vertreten waren, nebst weiteren Personen, wie zB. mir, sowie einigen OpenHardware-Akteuren und Ingenieuren aus dem lokalen Brüsseler Fablab- und Hochschul-Umfeld. Auch wurde die Veranstaltung zum Teil aus Mitteln des POC21-Budgets finanziert.

Um den verfügbaren Zeitraum des Workshops möglichst effektiv zu nutzen wurde der Fokus hier a priori auf OpenHardware-Energy-Projekte gesetzt. Einige der POC21-Projekte und auch andere nachhaltige OpenHardware-Projekte haben auf die eine oder andere Weise etwas mit Energie-Gewinnung und -Speicherung zu tun, so dass es sinnvoll erschien, die Aufmerksamkeit auf Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zu richten, sowie auf sich daraus ergebende Zielsetzungen und einen allen gemeinsamen Bedarf.

Daraus sollte nun ein strategischer Ansatz geformt werden, bei dem vor allem eines im Vordergrund steht: Eine (länderübergreifende) Kollaboration, bei der die individuellen Kräfte und Fähigkeiten der einzelnen Teams optimal gebündelt werden.

Deswegen bestand ein wichtiger Teil des Workshops zunächst darin, ein theoretisches Rahmenwerk zu schaffen und sich auf gemeinsame Grundlagen und Standards zu verständigen. So wurde z.B. evaluiert, welche Arten von Steckverbindungen für unsere Zwecke besonders geeignet sind. Dazu hatten die Teilnehmer mehrere in Frage kommende Produkte mitgebracht, die nun auf ihre besonderen Stärken und Schwächen hin analysiert und gegenübergestellt wurden, als da wären Leistung (wieviel Ampere), Safety-Aspekte, Funktionalität (HotPlug) und natürlich auch Verfügbarkeit und Preis.

Zielsetzung: Gemeinsame Standards sowohl bei Hardware-Komponenten, als auch in den Daten-Kommunikations-Protokollen.

Zielsetzung: Gemeinsame Standards sowohl bei Hardware-Komponenten, als auch in den Daten-Kommunikations-Protokollen.

Aber abgesehen von solchen schon sehr ins Detail gehenden Fragestellungen stand vor allem auch ein übergeordnetes Konzept mit dem Arbeitstitel “Open Source Energy Mesh” im Raum. Dabei geht es um die Idee eines dezentralen und intelligenten Niedervolt-Gleichstrom-Netzes, welches speziell für den Einsatz zusammen mit erneuerbaren Energien entwickelt und entsprechend optimiert werden soll.

Etwas Ähnliches wurde schon mal vor 3 Jahren von Alex Shure bei OpenSourceEcology Germany unter dem Projektnamen “DiVER” vorgeschlagen und grob umrissen und erst kürzlich von ihm nochmal überbearbeitet und verfeinert – es trägt seitdem die Bezeichnung “Open NanoGrid”.

In die gleiche Richtung geht auch der Ansatz, den Martin vom LibreSolar-Projekt auf dem BAC21 vorgestellt hat. Genauer gesagt hat er mehrere Varianten und Ausgestaltungen von OpenSource-EnergyMesh-Topologien gegenübergestellt und die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet, so dass in der anschliessenden Gruppendebatte herausgearbeitet werden konnte, was nun als gemeinsamer Standard favorisiert wird. Konkret handelt es sich dabei um eine Signalbus-Topologie, bei welcher insbesondere auf Seiten der Stromquellen (Akku, PV) durch vorgeschaltete DC/DC-Konverter eine Unabhängigkeit von verschiedenen Spannungsbereichen erreicht werden kann. Das Netz hätte dann eine einheitliche Spannung im Bereich um 48V.

Signalbus-Topologie

Signalbus-Topologie

Da es sich um ein intelligentes Grid handelt, müssen sowohl Quellen als auch Verbraucher dezentral miteinander kommunizieren können (damit auf dem Bus ein intelligentes Last-Ausgleichs-Management und Priorisierung erfolgen kann).

Hierzu wurden gemeinsam verschiedene Datenübertragungs-Protokolle und Bussysteme untersucht und verglichen. Als aussichtsreichster Kandidat wurde dann der CAN-Bus eingestuft, weil er ausser einer hohen Datenübertragungsrate auch ein hohes Maß an Robustheit bietet (und deshalb zB. auch oft in der Auto-Elektronik eingesetzt wird).

Am Anfang des Events wurden die verschiedenen Projekte, deren Betreiber hier als Teilnehmer erschienen waren, vorgestellt bzw. ein Überblick bezügl. des aktuellen Entwicklungsstandes gegeben.

Vorstellung der Projekte in der OpenFab

Vorstellung der Projekte in der OpenFab

Ich selbst (Oliver) hatte meine Zink-Luft-Zelle und die Solarbox dabei, sowie noch eine neue, kleinere Solarbox, die ich just kurz vorher noch anlässlich des Events schnell zusammengeschraubt hatte.

Neuer SolarBox-Prototyp im UniProKit-Gehäuse

Neuer SolarBox-Prototyp im UniProKit-Gehäuse

Ausserdem waren u.a. noch die Projekte Velo M^2 (Florent, Tom, Yannick), Sunzilla (Laurin) und LibreSolar (Martin) vertreten.

Wenn man diese Projekte nebeneinander betrachtet, erkennt man als Gemeinsamkeit den Bedarf nach einer brauchbaren OpenHardware-Laderegler-Technik, mittels der man zB. auch Lithium-Akkus balancieren kann. Auch im Hinblick auf das OpenEnergy NanoGrid besteht hier ein starker Bedarf (nämlich um solche Akkus als Stromquellen innerhalb des Netzes sicher betreiben zu können).

Es bietet sich daher an, hier den Hebel anzusetzen und den ersten Schritt zu machen und genau das tut Martin mit dem LibreSolar-Projekt, welches u.a. die Entwicklung eines 48V-BMS zum Gegenstand hat.

Martin stellt sein BMS48V vor.

Martin stellt sein BMS48V vor.

Davon gab es denn auch bereits die allerersten PCB-Prototypen zu sehen, sozusagen noch warm und frisch aus der Schmiede, aber bereits up-and-running. Es handelt sich dabei um ein modulares System, bestehend aus einem Balancer-Board, welches nebst einer STM32F072 32-Bit CPU und einem BQ67940-Balancerchip auch noch ein CAN-Interface mit integriert hat, sowie einem separaten Leistungsmodul, welches das Be- und Entladen des Akkus mittels N-Channel-Mosfets in High-Side-Konfiguration regeln kann.

Balancer- und Leistumgs-Modul

LibreSolar BMS48V Balancer- und Leistumgs-Modul

Dieser Laderegler ist vergleichbar mit dem SBMS4080, welches ich in der SolarBox verwende, bietet im Gegensatz dazu aber noch den entscheidenden Vorteil, 48V zu können.

Das ganze Event fand auf mehrere Locations (nacheinander) verteilt statt, was den Teilnehmern ermöglichte, ein paar der Brüsseler FabLabs kennenzulernen (welche untereinander gut vernetzt sind), einschliesslich des Velo M^2, welches u.a. auch als eine Art mobiles Micro-FabLab fungieren kann.

Seinen Ausgangspunkt nahm das Event zunächst am Freitag im OpenFab, einem der ersten FabLabs in Brüssel. Es wird von Nicolas und Xavier betrieben und bietet eine gemütliche Atmosphere sowie eine reichhaltige Fablab-typische Ausstattung. Hier erfolgte die Vorstellung der Projekte und ein Einstieg in den theoretischen Teil.

Der Samstag war mehr dem praktischen Teil gewidmet, denn es sollte natürlich auch konkret an den Projekten herumgeschraubt (oder besser gesagt: an Detailproblemen gearbeitet ;)) werden können.

Dazu begaben wir uns in die Micro-Factory von Gilles und Rupert, welche mit rund 800qm viel Platz bietet und u.a. einen eigenen Holzbearbeitungs-Bereich und einen Metall-Bereich beinhaltet, beide sind auch mit einem umfassenden Maschinenpark ausgestattet.

Der vordere Arbeitsbereich der Micro-Factory ist ein Mehrzweckbereich, in dem z.B. Eeektronik- und 3D-Drucker-Arbeiten stattfinden.

Der vordere Arbeitsbereich der Micro-Factory ist ein Mehrzweckbereich, in dem z.B. Elektronik- und 3D-Drucker-Arbeiten stattfinden.

Natürlich war (wie immer bei solchen Gelegenheiten) die Zeit viel zu kurz um alle geplanten Arbeiten zu schaffen, aber das tat dem Vergnügen keinen Abbruch. So wurde u.a. am DC-Wandler des Generator-Moduls vom Velo M^2 gearbeitet. Der Generator ist Bestandteil einer Vorrichtung, in welche man auf einfache Weise ein Fahrrad einspannen und dann damit Strom erzeugen kann – bei einem fleissigen Radler bis zu 100W Leistung. Das scheint auf den ersten Blick nicht soviel zu sein, macht aber durchaus Sinn im Rahmen einer mobilen Anwendung, z.B. kann man damit den Strom für eine Kinovorführung generieren.

In diese Vorrichtung kann auf pfiffige Weise ein Fahrrad eingespannt werden.

In diese Vorrichtung kann auf clevere Weise ein Fahrrad eingespannt werden.

Die Solarbox wurde hier zum testen mit dem Generator verbunden und dient als Speicher.

Die Solarbox wurde hier zum testen mit dem Generator verbunden und dient als Speicher.

Am Sonntag fand dann noch ein Meeting bei Hackistan statt, in der Galeria Ravenstein. Letztere ist ein architektonisch imposantes Gebäude mit einer shopping-mall-Passage, welche in einen mehrstöckigen Rundbau mit Lichtkuppel mündet, alles in Sandstein- und Marmor-Optik gehalten.

Hackistan ist eine weitläufig vernetzte Gruppe mit vielseitigen Inhalten und Projekten, deren gemeinsamer Nenner ökologische Nachhaltigkeit ist, ähnlich wie bei OSE. Bei der Location in der Galeria Ravenstein handelt es sich nicht direkt um ein FabLab im herkömmlichen Sinne, sondern die Räumlichkeiten können auch als Showroom oder für Präsentationen und Seminare genützt werden. Gleichwohl kann durch Zusammenstellen der Arbeitstische aber auch eine größere zusammenhängende Arbeitsfläche geschaffen werden, die durchaus auch für kleinere Arbeiten wie zB. im Rahmen unseres Elektronik-Workshops geeignet ist.

Galeria Ravenstein

Galeria Ravenstein

Die Räume von Hackistan, in der Galeria Ravenstein

Die Räume von Hackistan, in der Galeria Ravenstein

Dabei wurden die letzten Stunden nochmal ausgiebig dazu genutzt, den theoretischen Teil zu vertiefen und auszubauen, so dass man schliesslich mit dem guten Gefühl nach Hause fahren konnte insgesamt einen großen Schritt voran gekommen zu sein und gleichzeitig die Weichen für die weitere übergreifende Zusammenarbeit gestellt zu haben. Ein nächstes Treffen wurde für das kommende Frühjahr verabredet.

Konzentriertes arbeiten am OpenEnergy-NanoGrid-Konzept

Konzentriertes arbeiten am OpenEnergy-NanoGrid-Konzept

Abschliessend möchte ich mich noch bei Yannick bedanken, der viel Arbeit darein gesteckt hat, das ganze Event zu organisieren . Yannick ist gewissermaßen eine souveräne Kraft und ein ruhender Pol im Hintergrund, bei dem alle Fäden zusammenlaufen und der dafür gesorgt hat, daß der ganze Ablauf des Events gut funktioniert hat und ausgewogen war. Denn ausser den rein technischen Veranstaltungen gab es auch noch ein bischen Rahmenprogram, also etwa Besuche in angesagten Szene-Pubs und Bistros, untermalt von interessanten Infos über die Stadt Brüssel an sich und insbesondere über die lokalen Zusammenhänge der dortigen FabLab- und OpenHardware-Szene.

OSEG auf der Maker Faire 2016 in Hannover

Hier noch mein Bericht von der Maker Faire 2016 in Hannover. Damit ist OSEG jetzt erfolgreich zum vierten mal (und damit seit Anbeginn) auf der Maker Faire in Hannover mit einem Messestand vertreten. Jedesmal werden es etwas mehr Projekte die wir dort zeigen, ich hab diesmal extra einen Tisch mehr bestellen müssen 😉

Der OSEG-Stand. Im Vordergrund der USB-Mikroskop-Slider und das DIY-LapTop

Der OSEG-Stand. Im Vordergrund der USB-Mikroskop-Slider und das DIY-LapTop, mit der TempCTRL-Unit.

Und es ist auch interessant zu sehen, was sich an den einzelnen Projekten von Jahr zu Jahr verändert hat, obs irgendwelche Fortschritte gegeben hat oder Weiterentwicklungen.

An neuen Projekten sind diesmal zwei eher handwerklich orientierte Dinge mit hinzugekommen, nämlich der PET-Flaschen-Cutter und der Kammwebstuhl OHLOOM, die beide was mit UpCycling zu tun haben.

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Beide Projekte sind natürlich aufgrund ihres interaktiven Charakters auch besonders beliebt beim Publikum, wie man in diesem Youtube-Video etwa ab Minute 0:57 kurz sehen kann. So wurden vom Publikum etliche PET-Flaschen zu Plastikschnüren verarbeitet.

Auch am Webstuhl wurde fleissig gearbeitet und so konnte ich am Ende der drei Messetage eine komplett vom Publikum gewebte Bahn mit nach Hause nehmen an deren Entstehen viele Messebesucher beteiligt waren. 😉

Ebenfalls neu und zum erstenmal der Öffentlichkeit live vorgestellt wurde das Projekt TempCTRL, eine Internet-of-Things enabled-te Temperatur- und Klima-Steuerung auf Arduino-Basis.

TempCTRL, IoT-Klimasteuerung

TempCTRL, IoT-Klimasteuerung

Ansonsten gab es noch ein paar Weiterentwicklungen beim UniProKit, vor allem das FrameSet und der Slider wären hier zu erwähnen, und luden die Besucher zusammen mit anderen UniProKit-Bauteilen zum ausprobieren und dran-rum-schrauben ein.

UniProKit FrameSet

UniProKit FrameSet

UniProkit BasisSet

UniProkit BasisSet

Das Interesse für das UniProKit war entsprechend groß und häufig wurde gefragt, woher man das beziehen könnte. Es sollte daher bald in kleinen Stückzahlen produziert und verfügbar gemacht werden, der Bedarf ist offenbar vorhanden.

Aber auch Interesse für OSEG als Gruppe war vorhanden. Viele Leute nutzten die Gelegenheit, sich diesbezüglich nach dem neusten Stand zu erkundigen, was mir die Möglichkeit gab, auf den neugegründeten OSE Germany e.V. und die OpenEcoLabs zu verweisen.

ja, soweit unser Stand, aber natürlich gab es auch noch eine bunte Vielfalt von anderen Ständen. Hier noch ein paar Impressionen davon.

Uns gegenüber war der Stand von Hackerspace Bremen e.V., welche unter anderem zwei schöne 3D-Drucker vom Typ CoreXY entwickelt hatten, mit beachtlichen 30x30cm Druckfläche.

CoreXY-Drucker

CoreXY-Drucker

Hier eine auf MakerSlide oder OpenBuilds V-Slot basierende Fräse vom Shapeoko-Typ.

Shapeoko-ähnliche Fräse

Shapeoko-ähnliche Fräse

Hier gab es eine Art Abriss-Birne zu sehen, deren genauer Zweck mir sich nicht ganz erschloss …

Abriss-Birne mit zwei leichtbekleideten Kens.

Abriss-Birne mit zwei leichtbekleideten Kens.

… aber vom gleichen Standbetreiber gabs auch diese Installation:

Ein Drachengleiter vor einem Wolken-Hintergrund

Ein Drachengleiter vor einem Wolken-Hintergrund

Vielleicht gehts um eine Art Film-Tricktechnik … ein Godzilla-Film oder sowas ? 😉 Whatever, auf der Maker Faire muss nicht immer alles einen rationalen Zweck haben, manches ist auch eher dem künstlerischen Bereich zugeordnet. Wie z.B. diese schöne Steampunk-Tastatur.

Steampunk-Keyboard

Steampunk-Keyboard

Auch die Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig und Berlin war wieder vor Ort und ich hab wieder, wie auch im letzten Jahr, die Möglichkeit genutzt, einen meiner MultiMeter kalibrieren und ausmessen zu lassen.

PTB Braunschweig und Berlin.

PTB Braunschweig und Berlin.

Im folgenden Projekt wurde mit einem Beamer Geo-Informationen auf eine Reliefkarte aus dem 3D-Drucker projiziert.

3D-gedruckte Reliefkarte mit geographischem Terrain

3D-gedruckte Reliefkarte mit geographischem Terrain

Verschiedene Arten von Informationen können auf das Terrain projiziert werden

Verschiedene Arten von Informationen können auf das Terrain projiziert werden

Ein Schüler stellete einen selbstgebauten Schokoladen-Drucker vor.

Schokoladen-Drucker

Schokoladen-Drucker

Am Stand von TinkerForge gab es das Platinen-Rack zu sehen.

TinkerForge Steuermodul

TinkerForge Steuermodul

Auch in den Aussenanlagen des Kongresszentrums Hannover war allerhand los. Eine Künstlergruppe fuhr im Rahmen ihrer Performance mit einem großen Fisch heraum und machten mit äusserst seltsamen Methoden Musik.

der große Fisch

der große Fisch

Auch andere Gefährte, wie z.B. dieses Dampfmaschinen-betriebene Hochrad fuhren draussen rum und verschafften der Veranstaltung ein bischen Burning-Man Feeling.

Steampunk-Moped

Steampunk-Moped

Sehr gut gefil mir auch dieser Stand, an dem man schmieden lernen konnte. Vor allem deren von Hand leicht zu betätigenden Blasebalg fand ich klasse.

Schmieden für Anfänger

Schmieden für Anfänger

Und zu guter letzt noch ein Bild, vom Stand des Amateurfunker-Verbandes. Hier konnte man auch morsen lernen. 😉

Morse-Taste

Morse-Taste

Ja, soweit diese Eindrücke und das war nur ein kleiner Ausschnitt, die tatsächliche Vielfalt war noch weitaus größer und reichte von zweckmäßig bis lustig oder künstlerisch – aber meistens auf erstaunlich hohem Niveau.